Vortrag: Am Anfang war die Fälschung
Mittwoch, 11. November 2026, 19:00 Uhr - 20:30 Uhr
Beschreibung
Urkunden sind Dokumente mit einer rechtlichen Verbindlichkeit, entsprechend hart wurden Fälscher bestraft. Und doch gibt es zahlreiche prominente Beispiele für mehr oder weniger geschickte Fälschungen, von der Konstantinischen Schenkung bis zur Emser Depesche von Bismarck. Gelegentlich spricht man bei Klöstern sogar von "Fälscherwerkstätten", weil dort angeblich mit grosser Fertigkeit unechte Dokumente fabriziert worden sind. Sogar der Bundesbrief von 1291 steht seit einiger Zeit im Verdacht, eine Fälschung oder zumindest eine später hergestellte Urkunde zu sein.
Die Grenzen der "Echtheit" sind nicht immer eindeutig, und oft beruht der scheinbare Nachweis von Fälschungen auf einem Indizienprozess, wo der abschliessende Beweis fehlt. Fälschungen sind deshalb nicht immer Fälschungen. Das zweifelhafte Testament von Bischof Werner von 1027, das am Anfang der tausendjährigen Geschichte des Klosters Muri steht, dient als Aufhänger für einen Vortrag, der Beispiele von Fälschungen oder eben Schriftstücken mit offener Zuweisung auch aus dem Aargau vorstellt.
Peter Niederhäuser ist freischaffender Historiker in Winterthur, Spezialist für die mittelalterliche Geschichte und Co-Autor der neuen Klostergeschichte von Muri. Er hat sich im Rahmen seiner Forschungen zur Adels- und Klostergeschichte immer wieder mit der Frage von Fälschungen auseinandergesetzt.
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Zum VorverkaufLocation: Aargauer Kantonsbibliothek, Obere Vorstadt 6, Aarau, CH
Aargauer Kantonsbibliothek
Obere Vorstadt 6, Aarau, CH
Veranstalter:in: Bibliothek und Archiv Aargau
Bibliothek und Archiv Aargau
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