Begleitprogramm zur Ausstellung "Learning and Leisure in „Little America“ | Orte amerikanischer Bildung und Freizeit in Giesing und Harlaching, 1945–1992"
Der Filmemacher Etienne Bellay erzählt in seinem Film die außergewöhnliche Lebensgeschichte des heute 88‑jährigen Ernest Butler – eines Mannes, der Sport und Musik auf beeindruckende Weise miteinander verbindet.
Als einer der ersten Afro-Amerikaner gewann Butler 1965 mit dem MTSV 1846 Gießen die deutsche Basketball-Meisterschaft und entschied das Finale mit einem Weitwurf in den letzten Sekunden. Erst mit 33 Jahren griff er zum Saxophon – und stand nach gerade einmal sieben Stunden Unterricht zum ersten Mal auf einer Bühne. Später unterrichtete er an der Munich American High School, spielte regelmäßig in Münchner Jazzclubs und begegnete dort auch Musiker*innen der internationalen Szene. Bis zuletzt trat er im legendären Mr. B’s auf – Münchens kleinstem Jazzclub. Kurz bevor der Club nach fast 30 Jahren schließen musste, begleitete Bellay Butler mit der Kamera und fing die letzten Momente dieses besonderen Ortes ein.
Der Film zeigt einen Menschen, der seinen Weg trotz der Beschränkungen eines segregierten Amerikas gefunden hat – durch die Energie des Basketballs und die Freiheit des Jazz. Erst in Deutschland konnte Ernest
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Begleitprogramm zur Ausstellung "Learning and Leisure in „Little America“ | Orte amerikanischer Bildung und Freizeit in Giesing und Harlaching, 1945–1992"
Der Filmemacher Etienne Bellay erzählt in seinem Film die außergewöhnliche Lebensgeschichte des heute 88‑jährigen Ernest Butler – eines Mannes, der Sport und Musik auf beeindruckende Weise miteinander verbindet.
Als einer der ersten Afro-Amerikaner gewann Butler 1965 mit dem MTSV 1846 Gießen die deutsche Basketball-Meisterschaft und entschied das Finale mit einem Weitwurf in den letzten Sekunden. Erst mit 33 Jahren griff er zum Saxophon – und stand nach gerade einmal sieben Stunden Unterricht zum ersten Mal auf einer Bühne. Später unterrichtete er an der Munich American High School, spielte regelmäßig in Münchner Jazzclubs und begegnete dort auch Musiker*innen der internationalen Szene. Bis zuletzt trat er im legendären Mr. B’s auf – Münchens kleinstem Jazzclub. Kurz bevor der Club nach fast 30 Jahren schließen musste, begleitete Bellay Butler mit der Kamera und fing die letzten Momente dieses besonderen Ortes ein.
Der Film zeigt einen Menschen, der seinen Weg trotz der Beschränkungen eines segregierten Amerikas gefunden hat – durch die Energie des Basketballs und die Freiheit des Jazz. Erst in Deutschland konnte Ernest Butler das werden, was er immer sein wollte: jemand, der mit Bescheidenheit und großer Leidenschaft andere berührt. Sein Lebensmotto bringt er auf den Punkt: „Basketball is Jazz!“
Gast: Ernest Butler
Begleitprogramm im Kulturzentrum Giesinger Bahnhof
Ein Teil des Begleitprogramms ist kostenfrei, ein Teil kostenpflichtig. Auch bei den kostenfreien Veranstaltungen bitten wir zur Planbarkeit um eine Anmeldung.
Ausstellung | Eintritt zur Ausstellung kostenfrei
Montag–Freitag: 11:00–16:00 Uhr und nach Vereinbarung
Zutritt über den Südpavillon (rechter Gebäudeteil, Büro des Kulturzentrums). Die Ausstellung befindet sich teilweise im 1. Stock (ohne Aufzug).
Bitte beachtet, dass einzelne Räume zeitweise durch Vermietungen belegt sein können. Wer alle Ausstellungsteile auf einmal besuchen möchte, informiert sich am besten vorab telefonisch oder über die aktuellen Hinweise auf unserer Website.
Die Ausstellung „Amis in der McGraw Kaserne“ wurde 2025 konzipiert und im Rahmen der „Stunde Null? Wie wir wurden, was wir sind“ im Staatlichen Bauamt München ausgestellt. Die im Mai 2026 kuratierte Ausstellung besteht aus Teilen dieser Großausstellung.
Veranstaltungsraum: Gepäckhalle | Haupteingang | Erdgeschoss
Aktuelle Infos auf unserer Webseite
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