ZUR AUSSTELLUNG
An einem eisigen Tag im Jahr 2026 bricht vom Ufer der Lorze bei Zug ein kleines Boot zu einer großen ioga, einer grossen «Reise» auf. Die Route ist offen – das Ziel aber steht fest: die Insel Lemusa, die auf 44° West / 33° Nord mitten im Atlantischen Ozean liegt. Zwanzig Tage lang ist die Nekoma auf einer ganz eigenen Zeitschiene unterwegs zwischen Kontinenten und Klimazonen, Realitäten und Dimensionen – immer aber auf Gewässern, die einen markanten Duft verströmen. Am zwanzigsten Tag läuft das Schiff endlich in die Swatala ein, das maritime Hoheitsgebiet des ersehnten Landes.
Die abenteuerliche Reise ist in zwanzig Einträgen aus dem rotokuril, dem Logbuch der Nekoma, festgehalten. Darin ist erstaunlich wenig von nautischen Berechnungen die Rede, dafür umso mehr vom Reisen, vom Paradies – und von den Düften der jeweiligen Umgebung.
Wir haben die Textstellen, in denen vom Parfum einer Gegend die Rede ist, Kelma Sala und Amand Gouffé geschickt. Sala ist die Direktorin des Musée des épices et aromates in Port-Salume, Gouffé ist der Gründer und Vorsteher des Institut de phagosophie der Universität von Port-Salume. Wir haben die zwei gebeten, gemeinsam zu bestimmen, welche Gewürze sich mit diesen Beschreibungen assoziieren lassen. Nach einigem Hin und
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ZUR AUSSTELLUNG
An einem eisigen Tag im Jahr 2026 bricht vom Ufer der Lorze bei Zug ein kleines Boot zu einer großen ioga, einer grossen «Reise» auf. Die Route ist offen – das Ziel aber steht fest: die Insel Lemusa, die auf 44° West / 33° Nord mitten im Atlantischen Ozean liegt. Zwanzig Tage lang ist die Nekoma auf einer ganz eigenen Zeitschiene unterwegs zwischen Kontinenten und Klimazonen, Realitäten und Dimensionen – immer aber auf Gewässern, die einen markanten Duft verströmen. Am zwanzigsten Tag läuft das Schiff endlich in die Swatala ein, das maritime Hoheitsgebiet des ersehnten Landes.
Die abenteuerliche Reise ist in zwanzig Einträgen aus dem rotokuril, dem Logbuch der Nekoma, festgehalten. Darin ist erstaunlich wenig von nautischen Berechnungen die Rede, dafür umso mehr vom Reisen, vom Paradies – und von den Düften der jeweiligen Umgebung.
Wir haben die Textstellen, in denen vom Parfum einer Gegend die Rede ist, Kelma Sala und Amand Gouffé geschickt. Sala ist die Direktorin des Musée des épices et aromates in Port-Salume, Gouffé ist der Gründer und Vorsteher des Institut de phagosophie der Universität von Port-Salume. Wir haben die zwei gebeten, gemeinsam zu bestimmen, welche Gewürze sich mit diesen Beschreibungen assoziieren lassen. Nach einigem Hin und Her konnten sich Sala und Gouffé auf zwanzig Aromen einigen.
Wir haben das rotokuril der Nekoma auch in einen Film übersetzt, zu dem ein Set von zwanzig kleinen Dosen gehört, die jeweils das Gewürz eines bestimmten Tages der Reise enthalten. So kann man die ioga pa Lemusa auch olfaktorisch miterleben.
DAS PROJEKT LEMUSA
Die fiktive Insel Lemusa ist ein Text-Bild-Werk des Künstlers und Feuilletonisten Samuel Herzog. Sie eröffnet als erstes Projekt eine neue Ausstellungsreihe der Gewürzmühle Zug, die Bildende Kunst mit der sinnlichen Welt der Gewürze verbindet. Künstlerische Arbeiten aus verschiedenen Medien treten dabei in Dialog mit Duft, Geschmack und den historischen Erzählungen von Gewürzen als globalen Kulturträgern. Geplant ist eine Ausstellung pro Jahr. Stets knüpft sie an den historischen Ursprung des Areals an – von 1874 bis ins Jahr 2000 produzierte die Familie Fridlin hier Gewürze. Dabei ziehen die künstlerischen Objekte den Faden in die unmittelbare Gegenwart und sprechen mit den multisensorische Erfahrungen ein breites Publikum an. Auch das Bistro macht mit und bietet während der Ausstellungsdauer einen lemusischen Dreigang an, dessen Rezept in der Küche Lemusas verbrieft ist.
SRF Kulturplatz Talk: "Lemusa – ein Land der Träume der besonderen Art"
https://www.srf.ch/audio/kulturplatz-talk/lemusa-ein-land-der-traeume-der-besonderen-art?id=AUDI20251028_RS_0044
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