113. Konzert Klavierduo "Becker-Twins"
dimanche, 2 mai 2027 17:00
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Description
Das Klavierduo der Zwillingsschwestern Clara und Marie Becker wird von der Presse und dem Publikum gleichermaßen geschätzt und beachtet.
Zwischen Wort und Klang
Mythos, Märchen, Naturgewalt, Ritual – sie stehen am Ursprung menschlicher Ausdrucksformen. Lange bevor Geschichten aufgeschrieben wurden, wurden sie weitergegeben: gesprochen, gesungen, erinnert.
Die ausgewählten Werke verbindet eine gemeinsame Wurzel: der Versuch, etwas Ursprüngliches oder Verborgenes in Klang zu übersetzen.
Die Komponist:innen dieses Programms nähern sich dieser Idee auf ganz unterschiedliche Weise. Einige greifen auf tatsächlich überlieferte Geschichten, Tänze oder Volksmusik zurück, andere erschaffen imaginierte Klangwelten aus Mythos und Poesie.
In Leoš Janáčeks Beschäftigung mit mährischer Volksmusik wird hörbar, wie eng Sprache und Musik miteinander verbunden sind. Janáček interessierte sich zeitlebens für Sprachmelodien und notierte sogar den Tonfall alltäglicher Gespräche. Anders als viele Kunstliedkomponisten seiner Zeit versucht er nicht, Volksmusik zu romantisieren oder zu „veredeln“, sondern bewahrt ihre Sprachrhythmen und unmittelbare Schlichtheit. Seine Musik bewegt sich dadurch oft genau in jenem Zwischenraum zwischen gesprochenem Wort und Gesang, aus dem Volkslieder ursprünglich entstehen.
Auch Schuberts Divertissement à la hongroise steht zwischen Kunstmusik und ungarischer
Tanztradition, die weniger zitiert als in Schuberts eigene Tonsprache übersetzt erscheint.
Erzählte Welten bilden auch den Ausgangspunkt für Werke wie Scheherazade oder Petruschka – Märchen und Geschichten, die über lange Zeit weitererzählt, erinnert und fortgeschrieben wurden. Debussy und Mel Bonis dagegen entwerfen eher imaginierte Szenen und Klangbilder: antike Landschaften, Naturbilder oder Traumwelten, die weniger konkrete Handlung erzählen als Erinnerungen und Stimmungen hervorrufen.
Mit der Farandole aus Bizets L’Arlésienne kehrt das Programm schließlich noch einmal zu Tanz und musikalischer Überlieferung zurück. Hier verweben sich ein traditioneller provenzalischer Tanz und das alte Weihnachtslied La Marche des Rois – Melodien, die über Generationen weitergetragen wurden.
Wann beginnt Sprache zu singen?
Was bleibt von einer Geschichte, wenn ihre Worte verklingen?
Wie klingt Erinnerung, wenn sie verblasst?
Klavier vierhändig:
Igor Stravinsky (1882-1971): aus Pétrouchka: the Shrovetide fair
Mel Bonis (1958-1937): Le Songe de Cléopâtre (Kleopatras Traum)
Béla Bartók (1881-1945): aus Mikrokosmos: Perpetuum Mobile, New Hungarian Folk Song, Ostinato
Claude Debussy (1862-1918): aus Six Épigraphes Antiques: Pour l’Égyptienne und Pour remercier la pluie au matin
Leoš Janáček (1854-1928): Auswahl aus Mährische Volkspoesie in Liedern
Rimsky-Korsakow (1844-1908): Auswahl aus Sheherazade
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Maurice Ravel (1875-1937): aus Ma mère l’Oye: Le jardin féerique
Franz Schubert (1797-1828): Divertissement a l‘hongroise D818
Georges Bizet (1838-1875): aus L‘Arlessienne Suite: Farandole
Karten-Infos:
- Regulär: 23 € und U30: 14 € für Menschen unter 30
- Soli-Ticket: 30 € Mit dem Soli-Ticket ermöglichen Sie Menschen den Konzertbesuch, für die der reguläre Eintritt eine finanzielle Hürde darstellt.
- Teilhabe-Ticket: 5 € Das Teilhabe-Ticket richtet sich an Menschen, für die der reguläre Eintrittspreis eine finanzielle Hürde darstellt. Infos dazu unter klassik-in-stetten.de/Karten
Lieu: Glockenkelter, Hindenburgstraße 43, Kernen im Remstal, DE
Glockenkelter
Hindenburgstraße 43, Kernen im Remstal, DE
Organisateur: Klassik in Stetten e. V.