MIRACLE
„Imaginäres Theater“ nennt Hans Werner Henze eine Form des Musiktheaters, die ohne sichtbare Bühne auskommt: Musik lässt Figuren, Räume, Erinnerungen und Konflikte in der Vorstellung des Publikums entstehen. Le Miracle de la Rose setzt dieses Konzept nach Jean Genets Roman in eine konzentrierte Form für Klarinette und Ensemble um. Die Klarinette wird dabei zur Stimme der Erinnerung, während das Ensemble verschiedene Rollen und innere Welten verkörpert. Das Programm stellt Henzes Theaterverständnis in einen Dialog mit Claudio Monteverdi und Wolfgang Amadeus Mozart. Monteverdis Verbindung von Wort und Klang, Mozarts musikalische Charaktere und Henzes imaginäres Theater zeigen unterschiedliche Wege, wie Musik szenische Räume eröffnen kann. Die eigentliche Bühne entsteht dort, wo Klang auf Vorstellungskraft trifft.
Besetzung: Ensemble Consord
Robert Beck, (Solo-) Klarinette
Sally Beck, Querflöte | Tarnon Yashima, Oboe | Whittern Ronan, Fagott | Magdalene Ernst, Horn | Mariana Hernández González, Violine | Lolla Süßmilch, Bratsche | Rebekka Stephan, Cello | Constantin Herzog, Kontrabass | Christian Sharpe, Trompete | Karsten Süßmilch, Bassposaune | Gereon Voss, Schlagwerk
Cecilia Castagneto, Dirigat
weitere Informationen zum Festival-Programm: www.henze100.de