1994 lieferte der finnische Jazzmusiker Jimi Tenor aus Versehen den Soundtrack für die Loveparade: „Take Me Baby“ hieß der Kickdrum-Hit aus Tenors Solo-Debüt, der mit seinen Hauptinstrumenten Querflöte und Tenorsaxofon eher Techno-unverdächtig war. Mit einer nach allen Seiten offenen musikalische Neugier hat er seitdem ein breites OEOEuvre geschaffen, das von Theaterproduktionen auf Kampnagel über Arbeiten mit dem UMO Jazz Orchestra bis zu Afrobeat-Alben mit Tony Allen reicht. Im vergangenen Jahr nahm Tenor mit dem Hamburger Produzenten Tobias Levin ein neues Album auf — mit einer finnisch-ghanaischen Band, die ihn nun auch zum Sommerfestival begleitet. Das Album erschien beim Hamburger Avantgarde-Label bureau b, das sich neben der Veröffentlichung von Klassikern wie FaUSt jungen experimentellen Musiker*innen widmet und mit Saeko Killy eine weitere Künstlerin an diesem Abend präsentiert: Mit Einflüssen aus J-Pop, NDW und Industrial-Musik schafft die japanische Musikerin und Produzentin aus Berlin eine psychedelische Musiktraumwelt, die „eine Brücke zwischen Epochen und Ländern ist“ (HHV Mag). Ein Label Abend mit zwei für energetische Live-Auftritte berühmten Acts — und DJ-Sets von Isa Schwarzenberg und Daniel Jahn (NTS Radio, Kiosk Radio).