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Systemisches Webinar: Luhmann "Ist Kunst codierbar?"
Credits: GLF Media/ shutterstock.com
Interaktiver Online-Lektürekurs zu Kunst, Kommunikation und Systemtheorie
In diesem Systemischen Webinar lesen und diskutieren wir Niklas Luhmanns Aufsatz „Ist Kunst codierbar?“ aus dem Reclam-Band Aufsätze und Reden (Reclam, Stuttgart 2001: S. 159–197).
An zwei Abenden erschließen wir gemeinsam einen zentralen Text aus Luhmanns Kunsttheorie. Kunst ist bei Luhmann ein interessanter Grenzfall, an dem wichtige Aspekte seiner Theorie besonders deutlich hervortreten. Der Aufsatz behandelt damit nicht nur eine kunstsoziologische Frage, sondern eignet sich zugleich als Zugang zu Grundfragen der Systemtheorie: Was bedeutet Codierung? Unter welchen Voraussetzungen können Kommunikation und Kunst codiert werden? Welche Funktion erfüllt ein Code für Kommunikation? Wie differenzieren sich soziale Systeme aus, und wie sichern sie Anschlussfähigkeit?
Warum diesen Text lesen?
Kunst und Kultur begegnen uns nicht nur in Museen, Konzertsälen, Opernhäusern, Theatern oder in der Literatur, sondern auch in lebensweltlichen Formen wie Hausmusik, populären Filmen, städtischer Architektur, Design, Mode oder alltäglichen Ausdrucksformen. Zugleich verbinden sich mit Kunst besondere Erfahrungen und Erwartungen - Freiheit und Grenzerfahrung, Ausdruck und Kreativität, Innovation sowie die Erkundung neuer
...Interaktiver Online-Lektürekurs zu Kunst, Kommunikation und Systemtheorie
In diesem Systemischen Webinar lesen und diskutieren wir Niklas Luhmanns Aufsatz „Ist Kunst codierbar?“ aus dem Reclam-Band Aufsätze und Reden (Reclam, Stuttgart 2001: S. 159–197).
An zwei Abenden erschließen wir gemeinsam einen zentralen Text aus Luhmanns Kunsttheorie. Kunst ist bei Luhmann ein interessanter Grenzfall, an dem wichtige Aspekte seiner Theorie besonders deutlich hervortreten. Der Aufsatz behandelt damit nicht nur eine kunstsoziologische Frage, sondern eignet sich zugleich als Zugang zu Grundfragen der Systemtheorie: Was bedeutet Codierung? Unter welchen Voraussetzungen können Kommunikation und Kunst codiert werden? Welche Funktion erfüllt ein Code für Kommunikation? Wie differenzieren sich soziale Systeme aus, und wie sichern sie Anschlussfähigkeit?
Warum diesen Text lesen?
Kunst und Kultur begegnen uns nicht nur in Museen, Konzertsälen, Opernhäusern, Theatern oder in der Literatur, sondern auch in lebensweltlichen Formen wie Hausmusik, populären Filmen, städtischer Architektur, Design, Mode oder alltäglichen Ausdrucksformen. Zugleich verbinden sich mit Kunst besondere Erfahrungen und Erwartungen - Freiheit und Grenzerfahrung, Ausdruck und Kreativität, Innovation sowie die Erkundung neuer Wahrnehmungs- und Kommunikationsformen.
Dieser Aufsatz eröffnet einen doppelten Zugang. Einerseits führt er in Grundideen von Luhmanns Kunsttheorie ein. Andererseits rekonstruiert Luhmann am Beispiel der Kunst die Voraussetzungen und Funktionen von Codierung grundsätzlich. Gerade deshalb eignet sich der Text, um grundlegende Fragen der Systemtheorie zu schärfen und einen vertieften Zugang zu Fragen von Codierung, Ausdifferenzierung und Anschlussfähigkeit zu gewinnen.
Der Kurs kann zugleich als Auftakt zu einer kleinen Reihe zu Luhmanns Kunsttheorie verstanden werden. Im Anschluss werden wir auch den Text „Das Medium der Kunst“ gemeinsam lesen.
Warum gemeinsam lesen?
Selbstverständlich kann man einen Aufsatz auch alleine lesen: zu Hause auf dem Sofa oder dem Lieblingssessel, im Zug, am Wochenende auf einer Gartenbank oder im Urlaub auf der Sonneliege. In der Praxis bleiben anspruchsvolle Bücher jedoch häufig liegen, werden nur teilweise gelesen oder eröffnen und entfalten ihren Sinn erst im Gespräch.
Der Aufsatz ist kurz genug, um ihn in zwei Sitzungen gründlich zu bearbeiten, aber anspruchsvoll genug, um Fragen, Irritationen und verschiedene Lesarten hervorzurufen. Im gemeinsamen Lesen können Grundbegriffe und Argumentationsschritte geklärt werden.
In jeder Sitzung fassen wir wichtige Aussagen des Textes zusammen, beleuchten das Gelesene und stellen es zur Diskussion. Dabei werden zentrale Passagen gemeinsam erschlossen, Begriffe geklärt und offene Fragen diskutiert.
Durch Rückfragen, Beispiele, unterschiedliche Perspektiven und die gemeinsame Diskussion entsteht ein Verständnis, das über die individuelle Lektüre hinausgeht. Zugleich prüfen wir mögliche Übertragungen auf Fragen, die systemische Praktikerinnen und Praktiker beschäftigen.
Was geschieht im Webinar?
Die Teilnehmenden können den Text im Vorfeld der jeweiligen Sitzungen lesen. Ich empfehle die vorbereitende und nachbereitende Lektüre des Textes, setze diese aber nicht zwingend voraus.
Grundlage sind die Seiten 159 bis 197 im Reclam-Band Aufsätze und Reden. Bitte beschaffen Sie sich das Buch im Voraus selbst.
Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer ist eingeladen, eigene Fragen zum Text oder konkrete Fragen aus der eigenen Lebens-, Berufs- und Beratungspraxis vorab per E-Mail an post@hebenstreit-michael.de zu senden oder diese unmittelbar in der Sitzung einzubringen.
Für wen ist das Webinar interessant?
Das Webinar richtet sich an Menschen, die sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit Kunst, Kommunikation und Systemtheorie beschäftigen möchten.
Für Kunstschaffende und KulturmanagerInnen eröffnet der Text die Möglichkeit, Kunst als Kommunikation und die Kommunikation über Kunst aus systemtheoretischer Perspektive zu betrachten. Im Mittelpunkt stehen dabei Fragen der Codierung, der Ausdifferenzierung sowie der Anschlussfähigkeit künstlerischer Kommunikation und der Kommunikation über Kunst an andere Formen sozialer Kommunikation.
Für systemtheoretisch Interessierte bietet der Aufsatz einen weiteren vertieften Zugang zu Luhmanns Verständnis von Codierung, Ausdifferenzierung und Anschlussfähigkeit am Beispiel der Kunst.
Für Systemische Berater, Coaches und Supervisoren ist der Text interessant, weil er zentrale Fragen professioneller Beobachtung und Beratung berührt: Wie wirken kommunikative Codes? Wie lassen sich Funktion, Leistung und Reflexion systemischer Kommunikation unterscheiden? Und wie lassen sich diskutierte Herausforderungen, die mit Ausdifferenzierung beziehungsweise Spezialisierung und dem Bedarf an Anschlussfähigkeit spezifischer Kommunikation einhergehen, auf professionelle Praxisfelder übertragen?
Vorkenntnisse in der Systemtheorie sind hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich. Wichtiger sind Interesse an anspruchsvollen Texten, Freude am gemeinsamen Denken und die Bereitschaft zur aktiven Diskussion.
Termine
Das Webinar umfasst zwei Online-Termine à zwei Stunden:
- Mittwoch, 1. Juli, 18:00–20:00 Uhr
- Mittwoch, 15. Juli, 18:00–20:00 Uhr
Rahmen
Das Webinar findet online statt. Die Teilnehmerzahl ist auf 10 Personen begrenzt, damit ausreichend Gelegenheit für Fragen, Diskussion und interaktive Texterschließung bleibt.
Teilnahmebeitrag pro Person für beide Termine
- SelbstzahlerInnen: 45 €
- Organisationen / FirmenzahlerInnen: 90 €
- Studienkreis (bestehende Gruppe): 30 €
Teilnahmebescheinigung
Auf Wunsch wird eine Teilnahmebescheinigung ausgestellt.
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Billets
La vente se termine le mercredi, 01.07.2026 19:00
SelbstzahlerInnen (pro Person)
Organisation/FirmenzahlerInnen (pro Person)
Studienkreis (bestehende Gruppe, pro Person)
Les prix incluent la TVA
Total: XX.XX €
Infos
Lieu:
Evénements en ligneOrganisateur
Systemisches Webinar: Luhmann "Ist Kunst codierbar?" est organisé par:
Michael Hebenstreit
Liens vers l'organisateur
Catégorie: Cours & Séminaires / Art & Culture