«Inspiriert von der Musik und den vielen Leben von Bob Dylan», dieses Motto ist «I’m Not There» vorangestellt. Es ist Programm: Ob Dichter, Prediger, Gesetzloser, 11-jähriger schwarzer Junge, Schauspieler oder Musiker – sie alle sind Bob Dylan. Die verschiedenen Facetten im Leben des US-amerikanischen Singer-Songwriter werden von sechs unterschiedlichen Schauspieler:innen verkörpert. Entstanden ist ein Film, dessen gekonnte Montage fasziniert und Soundtrack mitreisst. Im besten Sinne wird hier der Mythos Bob Dylan nicht entmystifiziert.Der Film wurde mehrheitlich positiv rezensiert. Bob Dylan selbst hat ihn gelobt und den Gebrauch seiner Lieder autorisiert. Cate Blanchett erhielt für ihre Darstellung als Jude Quinn zahlreiche Nominationen, unter anderem bei den «BAFTAS» und den «Oscars». Ausserdem gewann sie 2007 den «Golden Globe» in der Kategorie «Beste Nebendarstellerin».«Todd Haynes gibt jeder dieser Figuren eine eigene Geschichte und jeder dieser Geschichten eine eigene Ausdrucksform – farbig und schwarz-weiss; episch und dokumentarisch; verspielt und düster; parodistisch überhöht und kühn verfremdet. Einerseits folgt der Film einer vagen historischen Chronologie, andererseits sprengt er jede konventionelle Form, indem er die Episoden ineinanderfliessen lässt, vor und
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«Inspiriert von der Musik und den vielen Leben von Bob Dylan», dieses Motto ist «I’m Not There» vorangestellt. Es ist Programm: Ob Dichter, Prediger, Gesetzloser, 11-jähriger schwarzer Junge, Schauspieler oder Musiker – sie alle sind Bob Dylan. Die verschiedenen Facetten im Leben des US-amerikanischen Singer-Songwriter werden von sechs unterschiedlichen Schauspieler:innen verkörpert. Entstanden ist ein Film, dessen gekonnte Montage fasziniert und Soundtrack mitreisst. Im besten Sinne wird hier der Mythos Bob Dylan nicht entmystifiziert.Der Film wurde mehrheitlich positiv rezensiert. Bob Dylan selbst hat ihn gelobt und den Gebrauch seiner Lieder autorisiert. Cate Blanchett erhielt für ihre Darstellung als Jude Quinn zahlreiche Nominationen, unter anderem bei den «BAFTAS» und den «Oscars». Ausserdem gewann sie 2007 den «Golden Globe» in der Kategorie «Beste Nebendarstellerin».«Todd Haynes gibt jeder dieser Figuren eine eigene Geschichte und jeder dieser Geschichten eine eigene Ausdrucksform – farbig und schwarz-weiss; episch und dokumentarisch; verspielt und düster; parodistisch überhöht und kühn verfremdet. Einerseits folgt der Film einer vagen historischen Chronologie, andererseits sprengt er jede konventionelle Form, indem er die Episoden ineinanderfliessen lässt, vor und zurück springt. Haynes verdreht Jahreszahlen, ändert Namen, erfindet Fakten und Charaktere; gleichzeitig schöpft er hemmungslos aus dem Fundus der Dylan-Historie, (…) spielt Dylans Songs im Original und als Coverversionen, legt Figuren Songtexte in den Mund und so weiter und so fort. Gleichermassen ehrfürchtig wie respektlos verhandelt der Film auf allen Ebenen die Motive von Dichtung und Wahrheit.» (Frank Schnelle, epd-Film, 1.2.08).Im Open-Air-Programm!
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