Colloquium Fundamentale im Sommersemester 2026: Mit erhobenem Zeigefinger? Wenn Moral den Diskurs bestimmt
Erster Vortrag: Kann man Moralisierung messen? KI-gestützte Analysen öffentlicher Debatten
Dr. Maria Becker
Germanistisches Seminar an der Universität Heidelberg
Moralisierungen prägen öffentliche Debatten zunehmend, von Klimaschutz über Migration bis hin zu Gesundheitspolitik. Doch lässt sich dieses Phänomen überhaupt messen – und wenn ja, wie? Der Vortrag zeigt, wie Methoden der Künstlichen Intelligenz und der automatischen Sprachverarbeitung dabei helfen können, moralisch aufgeladene Sprache in großen Textmengen sichtbar zu machen. Anhand von Beispielen aus sozialen Medien und politischen Diskursen wird erläutert, wie sprachliche Muster, Werturteile und emotionale Zuspitzungen automatisch erkannt und analysiert werden können. Dabei wird auch diskutiert, welche Grenzen solche Verfahren haben und wie sie verantwortungsvoll eingesetzt werden können. Ziel ist es, ein besseres Verständnis dafür zu vermitteln, wie sich gesellschaftliche Debatten verändern – und wie wir diese Veränderungen wissenschaftlich erfassen können.
Die Veranstaltung findet statt im Rahmen des Colloquium Fundamentale. Dieses widmet sich im Sommersemester 2026 den Chancen und Risiken von
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Colloquium Fundamentale im Sommersemester 2026: Mit erhobenem Zeigefinger? Wenn Moral den Diskurs bestimmt
Erster Vortrag: Kann man Moralisierung messen? KI-gestützte Analysen öffentlicher Debatten
Dr. Maria Becker
Germanistisches Seminar an der Universität Heidelberg
Moralisierungen prägen öffentliche Debatten zunehmend, von Klimaschutz über Migration bis hin zu Gesundheitspolitik. Doch lässt sich dieses Phänomen überhaupt messen – und wenn ja, wie? Der Vortrag zeigt, wie Methoden der Künstlichen Intelligenz und der automatischen Sprachverarbeitung dabei helfen können, moralisch aufgeladene Sprache in großen Textmengen sichtbar zu machen. Anhand von Beispielen aus sozialen Medien und politischen Diskursen wird erläutert, wie sprachliche Muster, Werturteile und emotionale Zuspitzungen automatisch erkannt und analysiert werden können. Dabei wird auch diskutiert, welche Grenzen solche Verfahren haben und wie sie verantwortungsvoll eingesetzt werden können. Ziel ist es, ein besseres Verständnis dafür zu vermitteln, wie sich gesellschaftliche Debatten verändern – und wie wir diese Veränderungen wissenschaftlich erfassen können.
Die Veranstaltung findet statt im Rahmen des Colloquium Fundamentale. Dieses widmet sich im Sommersemester 2026 den Chancen und Risiken von Moralisierungen in öffentlichen Auseinandersetzungen und findet im Rahmen des BMFTR-geförderten Projektes MoWiKo (Moralisierungen in der Wissenschaftskommunikation – Ursachen, Formen und Wirkungen) statt. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie moralische Bewertungen öffentliche Debatten, die Redefreiheit und die Wissenschaftsfreiheit beeinflussen und unter welchen Bedingungen sie zu produktiver Kritik an Missständen oder zu einer problematischen Verengung des Diskurses werden.
Eintritt frei. Keine Anmeldung nötig.
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