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Das Paradox moralischer Wissenschaftsfreiheit

Das Paradox moralischer Wissenschaftsfreiheit KIT InformatiKOM 1, Adenauerring 12, 76131 Karlsruhe Billets

Credits: FORUM

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KIT InformatiKOM 1, Karlsruhe (DE)

Colloquium Fundamentale im Sommersemester 2026: Mit erhobenem Zeigefinger? Wenn Moral den Diskurs bestimmt

Öffentlicher Vortrag: Das Paradox moralischer Wissenschaftsfreiheit: Von epistemischer Fürsorge zur Umcodierung wissenschaftlicher Standards

Referentin: Prof. Dr. Sabine Döring
Philosophisches Seminar an der Universität Tübingen

Die liberale Demokratie setzt Wissenschaftsfreiheit voraus. Sie ist ein eigenständiges, von der Meinungsfreiheit zu unterscheidendes Grundrecht auf epistemisch qualifizierten öffentlichen Vernunftgebrauch. Der Vortrag untersucht das Verhältnis von Wissenschaftsfreiheit und moralischer Verantwortung. Ausgangspunkt ist das Paradox moralischer Wissenschaftsfreiheit: Wenn moralische Erwägungen Teil wissenschaftlicher Begründungsstandards werden, werden epistemische Kriterien normativ umcodiert und der Erkenntnisprozess korrumpiert. Zugleich wird gezeigt, dass der Freiheitsbegriff zwei komplementäre normative Dimensionen umfasst: epistemische Gerechtigkeit als Teilhabe aller potenziell Erkennenden am wissenschaftlichen Diskurs und epistemische Offenheit als die Freiheit, ohne Furcht oder Gefälligkeit die Wahrheit zu sagen.

Die Veranstaltung findet statt im Rahmen des Colloquium Fundamentale. Dieses widmet sich im Sommersemester 2026 den

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Colloquium Fundamentale im Sommersemester 2026: Mit erhobenem Zeigefinger? Wenn Moral den Diskurs bestimmt

Öffentlicher Vortrag: Das Paradox moralischer Wissenschaftsfreiheit: Von epistemischer Fürsorge zur Umcodierung wissenschaftlicher Standards

Referentin: Prof. Dr. Sabine Döring
Philosophisches Seminar an der Universität Tübingen

Die liberale Demokratie setzt Wissenschaftsfreiheit voraus. Sie ist ein eigenständiges, von der Meinungsfreiheit zu unterscheidendes Grundrecht auf epistemisch qualifizierten öffentlichen Vernunftgebrauch. Der Vortrag untersucht das Verhältnis von Wissenschaftsfreiheit und moralischer Verantwortung. Ausgangspunkt ist das Paradox moralischer Wissenschaftsfreiheit: Wenn moralische Erwägungen Teil wissenschaftlicher Begründungsstandards werden, werden epistemische Kriterien normativ umcodiert und der Erkenntnisprozess korrumpiert. Zugleich wird gezeigt, dass der Freiheitsbegriff zwei komplementäre normative Dimensionen umfasst: epistemische Gerechtigkeit als Teilhabe aller potenziell Erkennenden am wissenschaftlichen Diskurs und epistemische Offenheit als die Freiheit, ohne Furcht oder Gefälligkeit die Wahrheit zu sagen.

Die Veranstaltung findet statt im Rahmen des Colloquium Fundamentale. Dieses widmet sich im Sommersemester 2026 den Chancen und Risiken von Moralisierungen in öffentlichen Auseinandersetzungen und findet im Rahmen des BMFTR-geförderten Projektes MoWiKo (Moralisierungen in der Wissenschaftskommunikation – Ursachen, Formen und Wirkungen) statt. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie moralische Bewertungen öffentliche Debatten, die Redefreiheit und die Wissenschaftsfreiheit beeinflussen und unter welchen Bedingungen sie zu produktiver Kritik an Missständen oder zu einer problematischen Verengung des Diskurses werden.

Eintritt frei. Keine Anmeldung nötig.

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Organisateur

Studium Generale. Forum Wissenschaft und Gesellschaft (FORUM)

Prévente

Für alle Interessierten ist die Veranstaltung ohne vorherige Anmeldung frei und kostenfrei zugänglich.

Total: XX.XX

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Lieu:

KIT InformatiKOM 1, Adenauerring 12, Karlsruhe, DE

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Das Paradox moralischer Wissenschaftsfreiheit est organisé par:

Studium Generale. Forum Wissenschaft und Gesellschaft (FORUM)

Catégorie: Science & Technologie