Lesung mit Historiker Christian Sepp (www.christian-sepp.de)
Obwohl zu Lebzeiten von ihren Zeitgenossen hochgeschätzt, ist Königin Caroline von Bayern (1776-1841) heute fast vollkommen in Vergessenheit geraten. Zum 250. Geburtstag von Bayerns erster Königin veröffentlichte Christian Sepp eine Biografie, die auf der Auswertung von über 500 Briefen beruht - von Caroline an ihren Ehemann König Max I. Joseph. Lange Zeit ging die Fachwelt davon aus, dass diese im Zweiten Weltkrieg vernichtet worden waren, erst Anfang des 21. Jahrhunderts wurden die Briefe auf Schloss Tegernsee gefunden.
Caroline und Max Joseph waren das erste gemischt-konfessionelle Paar an der Spitze des bayerischen Staats – er Katholik, sie Protestantin. Abgesichert durch einen Ehevertrag, der ihr einen Kabinettprediger und einen Raum für Gottesdienste zusprach, konnte Caroline am 2. Juni 1799 auf Schloss Nymphenburg den ersten protestantischen Gottesdienst auf altbayerischem Boden feiern. Dieses Ereignis bildete den Auftakt zu einer neuen Ära der religiösen Toleranz in Bayern. Die Königin, die kulturell vielseitig interessiert war, trat aber auch als Förderin von jungen Künstlerinnen und Künstlern auf. So verkehrten am bayerischen Hof zahlreiche namhafte Künstler, wie Carl Maria von Weber oder
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Lesung mit Historiker Christian Sepp (www.christian-sepp.de)
Obwohl zu Lebzeiten von ihren Zeitgenossen hochgeschätzt, ist Königin Caroline von Bayern (1776-1841) heute fast vollkommen in Vergessenheit geraten. Zum 250. Geburtstag von Bayerns erster Königin veröffentlichte Christian Sepp eine Biografie, die auf der Auswertung von über 500 Briefen beruht - von Caroline an ihren Ehemann König Max I. Joseph. Lange Zeit ging die Fachwelt davon aus, dass diese im Zweiten Weltkrieg vernichtet worden waren, erst Anfang des 21. Jahrhunderts wurden die Briefe auf Schloss Tegernsee gefunden.
Caroline und Max Joseph waren das erste gemischt-konfessionelle Paar an der Spitze des bayerischen Staats – er Katholik, sie Protestantin. Abgesichert durch einen Ehevertrag, der ihr einen Kabinettprediger und einen Raum für Gottesdienste zusprach, konnte Caroline am 2. Juni 1799 auf Schloss Nymphenburg den ersten protestantischen Gottesdienst auf altbayerischem Boden feiern. Dieses Ereignis bildete den Auftakt zu einer neuen Ära der religiösen Toleranz in Bayern. Die Königin, die kulturell vielseitig interessiert war, trat aber auch als Förderin von jungen Künstlerinnen und Künstlern auf. So verkehrten am bayerischen Hof zahlreiche namhafte Künstler, wie Carl Maria von Weber oder Giacomo Meyerbeer. Besonders geschätzt wurde sie für ihre Fürsorge für hilfsbedürftige Menschen. Nicht umsonst ging damals der Spruch um: »Steht Dir die Not bis obenhin, dann gehst Du hin zur Carolin.«
16:00 Uhr exklusive Schlossführung mit Frau Hemberle (Einlass 15:45 Uhr)
17:30 Uhr Stehempfang
18:00 Uhr Vortrag
anschließend Buchverkauf und Signierstunde
ca. 20:30 Uhr Ende der Veranstaltung
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