17. März 2026 / 18 Uhr
Küstenmuseum
Wilhelmshaven
Weserstr. 58
Eintritt frei
Koloniale Fotografien begegnen uns heute in Archiven, Ausstellungen und digitalen Sammlungen. Doch diese Bilder haben eine lange und oft gewaltvolle Geschichte.
Der Vortrag zeigt, wie koloniale Fotografien ursprünglich entstanden sind und wie sie dazu beitrugen, Menschen und Kulturen zu kontrollieren, zu verzerren und unsichtbar zu machen. In diesem Sinne waren sie Teil von Prozessen kulturellen Genozids.
Gleichzeitig prägen diese Fotografien bis heute unser Bild von Geschichte - insbesondere durch ihre digitale Verfügbarkeit. Der Vortrag fragt daher, was es bedeutet, koloniale Fotografien heute zu zeigen, zu digitalisieren oder zurückzugeben. Diskutiert werden aktuelle Restitutionsdebatten ebenso wie die Frage, ob digitale Zugänge koloniale Machtverhältnisse fortschreiben oder neue Formen von Gerechtigkeit, Teilhabe und Verantwortung ermöglichen können.