In Zeiten rasanten Wandels und großer Verunsicherung stellt sich die Frage nach der gesellschaftlichen Bedeutung der Wissenschaften und der Künste in besonderem Maße. Zugleich setzen die multiplen Krisen der Gegenwart auch unser Bildungswesen unter massiven Druck.
Der in Dortmund lehrende Soziologe Aladin El-Mafaalani befasst sich seit vielen Jahren mit der Bedeutsamkeit von Bildung und der veränderten Rolle von Bildungsinstitutionen in einer diversen Gesellschaft, die von Bildungsungleichheit, demographischen Herausforderungen, rasantem medialem Wandel und politischer Polarisierung geprägt ist. Als prominente Stimme im öffentlichen Diskurs erreicht er mit prägnanten Thesen und Büchern wie „Mythos Bildung“, „Kinder – Minderheiten ohne Schutz“ (gemeinsam mit Sebastian Kurtenbach und Klaus Peter Strohmeier) oder „Misstrauensgemeinschaften“ ein breites Publikum.
In einem Impulsvortrag führt El-Mafaalani in das komplexe Themenfeld ein. Das anschließende Werkstattgespräch knüpft daran an und diskutiert die Herausforderungen, vor denen unser Bildungswesen heute steht, aus unterschiedlichen Perspektiven. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem Kulturraum Schule und der Frage, wie und in welchem Maße kulturelle Bildung und die Künste zu Selbst-Ermächtigung, Resilienz, sozialer Teilhabe
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In Zeiten rasanten Wandels und großer Verunsicherung stellt sich die Frage nach der gesellschaftlichen Bedeutung der Wissenschaften und der Künste in besonderem Maße. Zugleich setzen die multiplen Krisen der Gegenwart auch unser Bildungswesen unter massiven Druck.
Der in Dortmund lehrende Soziologe Aladin El-Mafaalani befasst sich seit vielen Jahren mit der Bedeutsamkeit von Bildung und der veränderten Rolle von Bildungsinstitutionen in einer diversen Gesellschaft, die von Bildungsungleichheit, demographischen Herausforderungen, rasantem medialem Wandel und politischer Polarisierung geprägt ist. Als prominente Stimme im öffentlichen Diskurs erreicht er mit prägnanten Thesen und Büchern wie „Mythos Bildung“, „Kinder – Minderheiten ohne Schutz“ (gemeinsam mit Sebastian Kurtenbach und Klaus Peter Strohmeier) oder „Misstrauensgemeinschaften“ ein breites Publikum.
In einem Impulsvortrag führt El-Mafaalani in das komplexe Themenfeld ein. Das anschließende Werkstattgespräch knüpft daran an und diskutiert die Herausforderungen, vor denen unser Bildungswesen heute steht, aus unterschiedlichen Perspektiven. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem Kulturraum Schule und der Frage, wie und in welchem Maße kulturelle Bildung und die Künste zu Selbst-Ermächtigung, Resilienz, sozialer Teilhabe und gesellschaftlicher Vertrauensbildung beitragen können. Als Bezugspunkt dient die langfristige kulturelle Bildungsarbeit des Klavier-Festival Ruhr an Schulen und Kindertagesstätten in Duisburg-Marxloh, die bereits im letzten Jahr in der Akademie vorgestellt wurde.
Die Veranstaltung wird von Corinna Belz und Laurentia Genske im Rahmen ihres Dokumentarfilm-Projektes über die musikalisch-tänzerische Bildungsarbeit an der Grundschule Sandstraße in Duisburg-Marxloh filmisch aufgezeichnet.
Mitwirkende:
- Prof. Dr. Aladin El-Mafaalani, Professor für Migrations- und Bildungssoziologie an der Technischen Universität Dortmund
- Prof. Dr. Tobias Bleek, Professor für Musikwissenschaft an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf, Senior Advisor Education beim Klavier-Festival Ruhr, ordentliches Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und Künste
- Tamara Gratz, Schulleiterin der Grundschule an der Sandstraße, Duisburg-Marxloh
- Guido Kerkhoff, Vorsitzender des Vorstands der Klöckner & Co SE, Moderator des Initiativkreis Ruhr
- Prof. Dr. Nadine Oberste-Hetbleck, Direktorin des Zentralarchivs für deutsche und internationale Kunstmarktforschung ZADIK, ordentliches Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste und Sekretarin der Klasse der Künste (Moderation)
Begrüßung
- Prof. Dr. med. Gerd Heusch, Präsident der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste
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