Wie Gesellschaft auseinanderdriftet
Gerade in Wahlmonaten werden Fragmentierung und Spaltung der Gesellschaft besonders deutlich. Oft begleitet von der Frage: Wie sollen wir nach dem Urnengang wieder miteinander ins Gespräch kommen?
Demokratie braucht Gemeinschaft. Sie braucht Orte, privat wie öffentlich, an denen Menschen mit ihren verschiedenen Einstellungen und Lebensformen aufeinandertreffen. Doch gerade diese gemeinschaftlichen Orte verschwinden real oder aus dem Bewusstsein – Nachbarschaften, Vereine, Kirche, Kulturorte.
In unserer digitalisierten Gesellschaft ist es einfach geworden, sich nur noch mit Gleichgesinnten zu umgeben, sei es im Netz oder im Alltag. In der eigenen Blase wird bequem bestätigt, was man sowieso schon zu wissen glaubte, und jede Abweichung davon wird ohne echte Auseinandersetzung als falsch abgetan.
Inmitten der aufgeheizten Stimmung fragen wir uns: Woher kommt dieses kommunikative Versagen? Verlieren wir unseren Gemeinschaftssinn? Denn nichts bringt Menschen mehr dazu, respektvoll miteinander umzugehen und einander zuzuhören, als geteilte Erfahrungen. Deshalb wollen wir miteinander diskutieren, was unsere Gesellschaft spaltet. Erleben wir zu viel Ich und zu wenig Wir?
Es diskutieren die Kulturwissenschaftlerin Annekathrin Kohout, geboren in Gera,
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Wie Gesellschaft auseinanderdriftet
Gerade in Wahlmonaten werden Fragmentierung und Spaltung der Gesellschaft besonders deutlich. Oft begleitet von der Frage: Wie sollen wir nach dem Urnengang wieder miteinander ins Gespräch kommen?
Demokratie braucht Gemeinschaft. Sie braucht Orte, privat wie öffentlich, an denen Menschen mit ihren verschiedenen Einstellungen und Lebensformen aufeinandertreffen. Doch gerade diese gemeinschaftlichen Orte verschwinden real oder aus dem Bewusstsein – Nachbarschaften, Vereine, Kirche, Kulturorte.
In unserer digitalisierten Gesellschaft ist es einfach geworden, sich nur noch mit Gleichgesinnten zu umgeben, sei es im Netz oder im Alltag. In der eigenen Blase wird bequem bestätigt, was man sowieso schon zu wissen glaubte, und jede Abweichung davon wird ohne echte Auseinandersetzung als falsch abgetan.
Inmitten der aufgeheizten Stimmung fragen wir uns: Woher kommt dieses kommunikative Versagen? Verlieren wir unseren Gemeinschaftssinn? Denn nichts bringt Menschen mehr dazu, respektvoll miteinander umzugehen und einander zuzuhören, als geteilte Erfahrungen. Deshalb wollen wir miteinander diskutieren, was unsere Gesellschaft spaltet. Erleben wir zu viel Ich und zu wenig Wir?
Es diskutieren die Kulturwissenschaftlerin Annekathrin Kohout, geboren in Gera, und die politische Soziologin Céline Teney, geboren in Belgien. Moderiert von Sibylle Anderl (DIE ZEIT) und Kathrin Kühn (Deutschlandfunk).
Im Anschluss gibt es bei einem Empfang im Foyer die Gelegenheit zu persönlichen Gesprächen mit den Podiumsgästen.
Über das ZEIT Forum Wissenschaft
Das ZEIT Forum Wissenschaft ist eine Kooperation der Wochenzeitung DIE ZEIT und der ZEIT STIFTUNG BUCERIUS mit dem Deutschlandfunk, der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und dem Humboldt Forum. Die Veranstaltungsreihe bringt viermal jährlich herausragende Expert*innen mit einem interessierten Publikum zusammen. Live vor Ort und im Radioprogramm des Deutschlandfunks werden Themen aus allen Bereichen der Wissenschaft erörtert und intensiv diskutiert.
Weitere Informationen: kostenfrei. Ticket erforderlich. Dauer: 120 min. Ab 16 Jahre. Sprache: Deutsch. Saal 1, EG. Teil von: ZEIT Forum Wissenschaft
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