Von Nicolas Wadimoff | Dokumentation mit Adel Al Taweel, Haneen Harara, Eman Shannan, Mahmoud Jouda, Ghada Al Masri, Jawdat Khoudary, Hana Al | Schweiz 2025 | Originalversion mit d-Untertiteln | ab 16 Jahren | 114 Minuten
Eine Karte von Gaza, seinen Städten, Lagern und Stadtteilen. Weisse Farbe auf schwarzem Boden. In den notdürftig gezeichneten Umrissen erzählen neun Flüchtlinge, die der Hölle entkommen konnten. Ihr früheres Leben, den Verlust von geliebten Menschen.
Existenzen, die unterdrückt, aber noch nicht in Schutt und Asche gelegt wurden. Indem sie ihre Geschichten teilen, versuchen die Protagonisten, sich wieder mit sich selbst zu verbinden, keine Geister mehr zu sein. Vielleicht kehren sie ins Leben zurück.
Tief bewegend und von stiller Wucht – ein eindringlicher Film über Verlust inmitten der humanitären Katastrophe – und darüber, Identität in düsteren Zeiten zu bewahren.
Jurypreis «Prix de Soleure» 2026
Jury in ihrer Laudatio: Der Film habe durch seine Form und seinen Inhalt eine äusserst schwierige Aufgabe gemeistert: Er schaffe einen Kontext fernab vom Kriegsschauplatz, um ein besseres Verständnis für die physische Zerstörung und die menschlichen Opfer zu vermitteln.