Eine landwirtschaftliche Kolchose steht nach dem Zusammenbruch des Kommunismus vor der Auflösung; die Menschen sehnen sich nach einem neuen Leben. Als der totgeglaubte Irimiás zurückkehrt, sehen die einen in ihm den Messias, die anderen Satan … Béla Tarrs bahnbrechendes, visionäres Opus magnum gilt als einer der grössten Filme aller Zeiten. Das Xenix schreibt: "Das auratische Werk entwickelt dank der unvergleichlichen Ruhe seiner Erzählung, dem Reichtum und der Schönheit seiner Bilder einen irritierenden Sog – trotz der epischen Länge von über sieben Stunden, der Melancholie und dem düsteren Stoff von Gier, unerfüllten Sehnsüchten, Liebesentzug und enttäuschten Heilserwartungen. Das dem Film zugrunde liegende Buch mit den inneren Monologen der Bauern, in denen Franz Kafka, Thomas Bernhard und Beckett anklingen, schrieb der ungarische Schriftsteller László Krasznahorkai bereits im Jahre 1985. (…) Béla Tarr meinte zu seinem Film, alles, was es brauche, um ihn zu verstehen, seien die eigenen Augen. Tatsächlich bietet der Film eine genuine Kinoerfahrung, die den Zuschauer "Zeit" neu erfahren lässt, und Bilder schenkt, die man nicht mehr so schnell vergisst." Der Tagesspiegel konstatiert: "Wer nur eine Stunde überstanden hat, steht selbst unter Todesandrohung nicht mehr aus dem Kinosessel auf, so hypnotisch wirkt Tarrs Erzählkunst."