Tagein, tagaus träumt sie davon, der Perspektivlosigkeit in Tunis zu entfliehen, am liebsten nach Europa. Ihr bester Freund Mehdi ist deutlich zurückhaltender mit seinen Wünschen. Während er sich mehr schlecht als recht auf IT-Jobs bewirbt, hofft er insgeheim, von seiner Zeichenkunst leben zu können.
In derselben Nachbarschaft aufgewachsen, stehen sich Alyssa und Mehdi seit jeher wie Geschwister zur Seite – und trotzen beharrlich den Erwartungen ihres Umfelds an eine romantische Beziehung.
Als Alyssa zufällig auf einen Kunstwettbewerb aufmerksam wird, überredet sie Mehdi kurzerhand zur Teilnahme. Als Preis für den ersten Platz lockt eine Reise nach Deutschland. Obwohl das Auswandern eher Alyssas als sein eigener Traum ist, lässt sich Mehdi von ihrem Enthusiasmus anstecken.
Einziger Haken: Der Wettbewerb findet auf der Insel Djerba im Süden Tunesiens statt, über 500 Kilometer von Tunis entfernt. Es bedarf Alyssas Gewitztheit, dass die beiden ein Auto auftreiben und sich schon bald auf den Weg machen können.
In der Folge entspinnt sich ein zweitägiger Roadtrip, während dem wir als Zuschauer:innen nicht nur die beiden Protagonist:innen kennenlernen, sondern auch tief in die Gefühlswelt einer ganzen Generation eintauchen.
So gelingt es Amel Guellaty in ihrem Langfilmdebüt mit
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Tagein, tagaus träumt sie davon, der Perspektivlosigkeit in Tunis zu entfliehen, am liebsten nach Europa. Ihr bester Freund Mehdi ist deutlich zurückhaltender mit seinen Wünschen. Während er sich mehr schlecht als recht auf IT-Jobs bewirbt, hofft er insgeheim, von seiner Zeichenkunst leben zu können.
In derselben Nachbarschaft aufgewachsen, stehen sich Alyssa und Mehdi seit jeher wie Geschwister zur Seite – und trotzen beharrlich den Erwartungen ihres Umfelds an eine romantische Beziehung.
Als Alyssa zufällig auf einen Kunstwettbewerb aufmerksam wird, überredet sie Mehdi kurzerhand zur Teilnahme. Als Preis für den ersten Platz lockt eine Reise nach Deutschland. Obwohl das Auswandern eher Alyssas als sein eigener Traum ist, lässt sich Mehdi von ihrem Enthusiasmus anstecken.
Einziger Haken: Der Wettbewerb findet auf der Insel Djerba im Süden Tunesiens statt, über 500 Kilometer von Tunis entfernt. Es bedarf Alyssas Gewitztheit, dass die beiden ein Auto auftreiben und sich schon bald auf den Weg machen können.
In der Folge entspinnt sich ein zweitägiger Roadtrip, während dem wir als Zuschauer:innen nicht nur die beiden Protagonist:innen kennenlernen, sondern auch tief in die Gefühlswelt einer ganzen Generation eintauchen.
So gelingt es Amel Guellaty in ihrem Langfilmdebüt mit beeindruckender Leichtigkeit, ein Roadmovie zu inszenieren, das zugleich ein vielschichtiges Porträt des modernen Tunesiens und eine poetische Hommage an die Jugend des Landes ist. Besonders spürbar: Deren enttäuschte Hoffnungen nach dem Arabischen Frühling.
Tunesien 2025 | Roadmovie | 99 Min. | ab 12 (14) J. | Arabisch/d
Regie: Amel Guellaty
Mit: Eya Bellagha, Slim Baccar, Maya Blouza, Firas Khoury, Sondos Belhassen, Lassaad Jamoussi, Mohamed Grayaâ, Sawssen Maalej
Die Bar öffnet um 19:30 Uhr
Quelle:
thurgaukultur.ch - das Kulturportal für den Thurgau, mit Terminen, Themen & Menschen, die zu reden geben.
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