In der diesjährigen Wiborada-Rede blickt Dr. Moni Egger, Bibelwissenschaftlerin an der Uni Luzern, zurück auf ihre Arbeit an einer Erzählfassung zur älteren Vita Sanctae Wiboradae. Zwischen der ersten, ziemlich abschreckenden Begegnung mit der Legende und der jetzigen innigen Verbundenheit mit Wiborada liegen vielen Stunden intensiver Beschäftigung. So wuchs aus der frühmittelalterlichen Heiligenlegende eine zeitlose Frauengeschichte, die unerwartet aktuelle Fragestellungen aufweist: Reizüberflutung, Grenzen finden, Grenzen anerkennen, Selbstbestimmung, Krisenbewältigung, eigenen Raum haben, Zuwendung zur Welt und doch bei-sich-Bleiben.
Im Barocksaal der Stiftsbibliothek, Eintritt CHF 20.–, vorgängig um 18.30 Uhr Einschliessritual bei der Wiborada-Zelle, St. Mangen