Mai

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Sonntag

Guarneri Trio im Konzertsaal Solothurn

Guarneri Trio im Konzertsaal Solothurn Konzertsaal Solothurn, Untere Steingrubenstrasse 1, 4500 Solothurn Tickets
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Konzertsaal Solothurn, Solothurn (CH)
Mozart, Martinu, Menedelssohn Wolfgang Amadeus Mozart vollendete 1788 sein letztes Klaviertrio KV 564, das auch diesmal für den Freund Puchberg bestimmt war. Das dreisätzige Werk zeichnet sich durch echte melodische Einfälle und eine kunstvolle Struktur aus. Dem ersten tänzerisch gestimmten Satz folgt ein Andante in C Dur mit sechs Variationen über ein Arioso, welches an das Märchenhafte in der Zauberflöte erinnert. Das Schluss-Allegretto zeigt die klassische Rondoform mit Strophen und Kehrreim, eingebettet in einen grazilen Siciliano-Rhythmus. Bohuslav Martinu komponierte die Bergerettes (Hirtenlieder) 1939 in Paris. Es sind fünf Stücke, die durch ihre auffallende Klarheit und Transparenz im Klang, sowie eine schlichte Harmonie Martinus Meisterschaft beweisen. Die beiden ersten und letzten Sätze sind geprägt von Heiterkeit, wie wir sie in den Werken von Mozart kennen. Die klassisch konzipierte Melodie im Andantino, wirkt als Kontrast in der spielerischen und rythmischen Struktur des Werkes. Die originelle Form und die vielen überraschenden Momente zeigen, wie spannend und vielseitig die Musik des 20 Jh. sein kann. Nach heutigem Begriff war Felix Mendelssohn bereits zu Lebzeiten ein internationaler Star und wurde vom gleichaltrigen Zeitgenossen Robert Schumann als „Mozart des...

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Mozart, Martinu, Menedelssohn Wolfgang Amadeus Mozart vollendete 1788 sein letztes Klaviertrio KV 564, das auch diesmal für den Freund Puchberg bestimmt war. Das dreisätzige Werk zeichnet sich durch echte melodische Einfälle und eine kunstvolle Struktur aus. Dem ersten tänzerisch gestimmten Satz folgt ein Andante in C Dur mit sechs Variationen über ein Arioso, welches an das Märchenhafte in der Zauberflöte erinnert. Das Schluss-Allegretto zeigt die klassische Rondoform mit Strophen und Kehrreim, eingebettet in einen grazilen Siciliano-Rhythmus. Bohuslav Martinu komponierte die Bergerettes (Hirtenlieder) 1939 in Paris. Es sind fünf Stücke, die durch ihre auffallende Klarheit und Transparenz im Klang, sowie eine schlichte Harmonie Martinus Meisterschaft beweisen. Die beiden ersten und letzten Sätze sind geprägt von Heiterkeit, wie wir sie in den Werken von Mozart kennen. Die klassisch konzipierte Melodie im Andantino, wirkt als Kontrast in der spielerischen und rythmischen Struktur des Werkes. Die originelle Form und die vielen überraschenden Momente zeigen, wie spannend und vielseitig die Musik des 20 Jh. sein kann. Nach heutigem Begriff war Felix Mendelssohn bereits zu Lebzeiten ein internationaler Star und wurde vom gleichaltrigen Zeitgenossen Robert Schumann als „Mozart des 19. Jh., der hellste Musiker, der die Widersprüche der Zeit am klarsten durchschaut und zuerst versöhnt“ bewundert. Mit dem d-Moll Trio, das bald zu den populärsten Werken zählte, erntete er auch als Pianist bei der Uraufführung am 1. Februar 1840 in Leipzig einen grossen Erfolg. Mendelssohn verbindet in dem Klaviertrio die klassische Form und den romantischen Ausdruck mit den Mitteln einer unendlichen Melodie. Meisterhaft ist die Art und Weise, wie das Violoncello das berühmte Hauptthema vom ersten Satz an die Violine weiterreicht, und wie die Idylle eines Liedes ohne Worte im Andante hörbar wird. Das wie ein Spuk vorbeirauschende Scherzo ist atemberaubend und führt in das zuerst pathetisch-romantisch beginnede Finale über, das sich in einen brillianten und fulminanten Schlusssatz steigert. Ensemble: Das Guarneri Trio Prag konzertiert in der Jubiläumssaison mit drei Juwelen für Klaviertrio. Ob Klassik, Neoklassik, oder Romantik, mit seinem facettenreichen und intensiven Spiel, wird des Guarneri Trio Prag jedem der Werke gerecht. Die Konzertabende mit dem erfahrenen Trio sind jedes Mal ein Highlight in verschiedensten grossen Konzertreihen. Leitung: Čeněk Pavlík gehört zu den ersten Solisten der tschechischen Geigergeneration. Er ist erster Preisträger der internationalen Wettbewerbe von Prag und London und lebt als frei schaffender Künstler in Tschechien. Seine ausserberufliche Leidenschaft gehört den Dampflokomotiven. Čeněk Pavlik partizipiert regelmässig in seiner Freizeit bei Ausgrabungen und hat sich zu einem Experten im Bereich mittelalterlicher Keramikkacheln entwickelt. Marek Jerie zählt zu den herausragenden Cellisten seiner Generation. Während 34 Jahren unterrichtete er an der Musikhochschule Luzern, wo er als Professor eine Ausbildungs- und Konzertklasse leitete und Kammermusik unterrichtete. Für die ihm anvertrauten Studenten setzte er sich mit Leib und Seele ein. Dem kunstbegeisterten Familienvater sind menschliche Begegnungen und das Entdecken neuer Orte unabdingbarer Ausgleich. Ivan Klánský zählt zu den hervorragendsten Persönlichkeiten unter den tschechischen Pianisten. Als Dekan steht er der Musikakademie Prag vor und leitet als Professor eine Konzertklasse an diesem Institut. Während mehr als 20 Jahren unterrichtete er an der Musikhochschule Luzern. Der ehemalige Jungschachmeister der Tschechoslowakei ist für die Reisen des Guarneri Trio Prague verantwortlich, kennt er doch alle Flug- und Zugverbindungen auswendig. Solist: Trio Cenek Pavlík spielt die Violine „Zimbalist“ von Guarneri del Gesù aus der sagenumwobenen Geigensammlung von Luigi Tarisio, Marek Jerie ein Violoncello von Andrea Guarneri aus dem Jahre 1684.

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Total: XX.XX CHF

Infos

Ort:

Konzertsaal Solothurn, Untere Steingrubenstrasse 1, Solothurn, CH

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Veranstalter:in

Guarneri Trio im Konzertsaal Solothurn wird organisiert durch: