Mit Musik von Haydn, Rota, Bologne und Kraus bringen Dominik Wagner und François Leleux spielerischen Elan auf die Bühne
Dass François Leleux ein „Alleskönner, Magier und begnadeter Musikant“ (Märkische Allgemeine Zeitung) ist, zeigt er auch im zweiten KAPmeets der Saison. Solist des Abends ist der Österreicher Dominik Wagner, Debüt-Künstler des Nikolaisaals, der den Kontrabass in neuer Vielfalt – mal jazzig, mal klassisch – erklingen lässt.
In Nino Rotas hochvirtuosem Divertimento concertante hüpft das tiefbrummende Instrument leichtfüßig durch die Tonlagen und macht singend eine burleske Ironie hörbar. Musikalischer Humor findet sich auch bei Haydn, der in seiner Militärsinfonie jene kompositorische Weitsichtigkeit spiegelt, die in der Musik seiner Zeitgenossen Joseph Bologne und Joseph Kraus durchklingt. Kraus’ Sinfonie in Es-Dur, mit der Leleux den Auftakt zu diesem Programm gibt, ist ein kräftiges Gebilde voll genialer Ideen und Theatralik.