Uraufgeführt am 07. April 1724 in der Leipziger Nikolaikirche ist die Passion ein sehr vielschichtiges Werk, dass einerseits eine erzählende Perspektive einnimmt mit Rezitativen, aber auch sehr lyrische Arien beinhaltet, sowie bedeutende Choräle und einen herausragenden Eingangs- und Schlusschor.
Inhaltlich behandelt die Johannespassion die Passionsgeschichte vom Leiden und Tod Jesu Christi. Bach entfernte sich mit seiner Vertonung schon stärker nur von dem Ursprungstext und wollte die Zuhörerinnen und Zuhörer mehr musikalisch emotional berühren.
Bach war mit seinen Kompositionen sehr perfektionistisch eingestellt, sodass er die Johannespassion auch mehrfach überarbeitete und immer wieder Änderungsfassungen herausgab und die letzte Fassung aus dem Jahr 1749 stammt. Viele Musikerkollegen widmeten sich nach Bachs Tod der Aufführung dieser Passion u.a. Felix Mendelssohn Bartholdy, Wilhelm Friedricj Riem oder auch Carl Friedrich Zelter.
Der Text der Johannespasion stammt aus dem Passionsbericht des Johannesevangeliums und wurde von Luther übersetzt. Die Choräle spielen eine Schlüsselrolle in der Passion, sodass immer wieder einzelne Akte durch Choräle enden und zur Reflexion und Zusammenfassung dienen. Ebenso setzte Bach die Choräle als Kommentare ein für die verschiedenen Szenen,
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Uraufgeführt am 07. April 1724 in der Leipziger Nikolaikirche ist die Passion ein sehr vielschichtiges Werk, dass einerseits eine erzählende Perspektive einnimmt mit Rezitativen, aber auch sehr lyrische Arien beinhaltet, sowie bedeutende Choräle und einen herausragenden Eingangs- und Schlusschor.
Inhaltlich behandelt die Johannespassion die Passionsgeschichte vom Leiden und Tod Jesu Christi. Bach entfernte sich mit seiner Vertonung schon stärker nur von dem Ursprungstext und wollte die Zuhörerinnen und Zuhörer mehr musikalisch emotional berühren.
Bach war mit seinen Kompositionen sehr perfektionistisch eingestellt, sodass er die Johannespassion auch mehrfach überarbeitete und immer wieder Änderungsfassungen herausgab und die letzte Fassung aus dem Jahr 1749 stammt. Viele Musikerkollegen widmeten sich nach Bachs Tod der Aufführung dieser Passion u.a. Felix Mendelssohn Bartholdy, Wilhelm Friedricj Riem oder auch Carl Friedrich Zelter.
Der Text der Johannespasion stammt aus dem Passionsbericht des Johannesevangeliums und wurde von Luther übersetzt. Die Choräle spielen eine Schlüsselrolle in der Passion, sodass immer wieder einzelne Akte durch Choräle enden und zur Reflexion und Zusammenfassung dienen. Ebenso setzte Bach die Choräle als Kommentare ein für die verschiedenen Szenen, um diese zu unterlegen.
Als Rahmen der Passion ist ein Orchester gegeben, dass sich der musikalischen Ummantelung annimmt und die Solisten und Solistinnen begleitet, da sie ebenso für den Fortgang der Geschichte in ihren Rollen maßgeblich beitragen. Besonders interessant ist auch die gegenseitige Wirkung des Chores mit dem Orchester und den Solistinnen und Solisten, da es hier gilt, sich sehr genau aufeinander einzustellen und einzuhören und es große Konzentration erfordert einen homogenen und stimmigen Gesamtklang zu erzeugen. Nur wenn alle Parteien gemeinsam in einen Klangmodus finden, kann das jeweilige Werk erblühen und seine Wirkung vollkommen entfalten.
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