Mär
21
Samstag
Passionskonzert mit Werken von Duruflé und Schütz
Credits: CMO
Maurice Duruflé: Requiem op. 9
Heinrich Schütz: vier Motetten aus "Geistliche Chor-Music von 1648"
Den Tod vor Augen, die Hoffnung im Herzen – der französische Komponist Maurice Duruflé (1902 – 1986)verzweifelte nicht angesichts des Schreckens des Zweiten Weltkriegs. Es ist schon fast bizarr, dass er sein Requiem im Auftrag des Vichy-Regimes schrieb. 1941 erging dieser Auftrag an den französischen Kirchenmusiker, Orgelvirtuosen und Komponisten. Noch während des Zweiten Weltkriegs begann er mit der Arbeit, aber erst nach dem Krieg 1947 konnte er es vollenden. Der Bayrische Rundfunk bezeichnet Duruflés Requiem wegen seiner Sanftheit als «Wiegenlied des Todes». Das halbstündige Werk spannt einen Bogen vom Gregorianischen Choral zum 20. Jahrhundert – allein das macht es schon hörenswert. Maurice Duruflé schlägt einen lebensbejahenden, tröstend-kontemplativen Grundton an, dem «Dies Irae» fehlt jegliche Dramatik. Sein Requiem endet mit einem ätherisch anmutenden Satz "in paradisum", in dem er die urchristliche Hoffnung auf ein Weiterleben nach dem Tod und die Ewigkeit des Paradieses ausdrückt.
Den Gegenpol dazu bilden die 4 Motetten aus der Geistlichen Chormusik von 1648 op. 11 von Heinrich Schütz (1585 – 1672). Im Jahre 1648, als der verheerende Dreissigjährige Krieg zu Ende ging,
...Maurice Duruflé: Requiem op. 9
Heinrich Schütz: vier Motetten aus "Geistliche Chor-Music von 1648"
Den Tod vor Augen, die Hoffnung im Herzen – der französische Komponist Maurice Duruflé (1902 – 1986)verzweifelte nicht angesichts des Schreckens des Zweiten Weltkriegs. Es ist schon fast bizarr, dass er sein Requiem im Auftrag des Vichy-Regimes schrieb. 1941 erging dieser Auftrag an den französischen Kirchenmusiker, Orgelvirtuosen und Komponisten. Noch während des Zweiten Weltkriegs begann er mit der Arbeit, aber erst nach dem Krieg 1947 konnte er es vollenden. Der Bayrische Rundfunk bezeichnet Duruflés Requiem wegen seiner Sanftheit als «Wiegenlied des Todes». Das halbstündige Werk spannt einen Bogen vom Gregorianischen Choral zum 20. Jahrhundert – allein das macht es schon hörenswert. Maurice Duruflé schlägt einen lebensbejahenden, tröstend-kontemplativen Grundton an, dem «Dies Irae» fehlt jegliche Dramatik. Sein Requiem endet mit einem ätherisch anmutenden Satz "in paradisum", in dem er die urchristliche Hoffnung auf ein Weiterleben nach dem Tod und die Ewigkeit des Paradieses ausdrückt.
Den Gegenpol dazu bilden die 4 Motetten aus der Geistlichen Chormusik von 1648 op. 11 von Heinrich Schütz (1585 – 1672). Im Jahre 1648, als der verheerende Dreissigjährige Krieg zu Ende ging, stellt Schütz in Dresden eine Sammlung von 29 Motetten für 5 bis 7 Stimmen zusammen, die sowohl frühere als auch neuere Kompositionen enthält. Er vertont darin überwiegend biblische Texte, doch auch einige Strophen aus Kirchenliedern. Die einzelnen Motetten sind dabei unterschiedlich strukturiert und differieren - je nach Inhalt - in Länge und Charakter. Kurze, eher schlichte Stücke stehen neben lang ausgearbeiteten von großer Ausdrucksintensität, fröhlich optimistische neben klagend bittenden. Das CMO hat 4 daraus ausgewählt.
Lena Sutor-Wernich, Sopran
Raimund Nolte, Bass
Andrea Manke, Orgel
Chor des CMO
Eckart Manke, Dirigent
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Veranstalter:in
Passionskonzert mit Werken von Duruflé und Schütz wird organisiert durch:
Collegium Musicum Ostschweiz
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Kategorie: Konzert / Kirchenmusik