Wie viel Verantwortung können wir übernehmen angesichts der eskalierenden Klimakrise und erstarkendem Rechtsextremismus? Die Regensburger Singer-Songwriterin Ronja Künstler hat für sich entschieden mehr tun zu wollen, als zweimal im Jahr auf einer Demo zu spielen. 2023 entschied sie sich der eskalierenden Klimakatastrophe nicht mehr nur zuzusehen und schloss sich dem friedlichen, zivilen Widerstand der „Letzten Generation“ an. Proteste, Vorträge, Polizeigewahrsam, Gerichtsverfahren und zwei Wochen Präventivgewahrsam in der JVA München – das lässt sich nicht aus der eigenen Kunst heraushalten.
Wieso auch?
Die Erde brennt, die Bedrohung durch den Faschismus ist wieder real und Kunst kann ein sehr wirksames Mittel sein, um Menschen zu bewegen. Und das nicht nur emotional, sondern auch dazu auf die Straße zu gehen. Und so gibt sie neben den Einblicken in ihr motionales
Innenleben („Was wenn doch?“) auch Einblicke in den Protest und seine Folgen („So richtig wie das“), erzählt von Klimaangst und dem, was Hoffnung gibt („Selbst im Krieg wurde gemalt“), macht klare Statements gegen sexuelle Belästigung („Stopp“) und liefert anlässlich
der Veröffentlichung der Correctiv Recherche einen klassischen Protestsong gegen die AfD („AfD-Parteiverbot“).