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22
Sonntag
Requiem d-Moll Wolfgang Amadeus Mozart
Requiem d-Moll (KV 626)
Wolfgang Amadeus Mozart
Es gibt wohl kaum ein Musikstück, um das sich derart viele Mythen und Legenden gebildet haben wie das Requiem von Wolfgang Amadeus Mozart. Das Requiem ist und bleibt eine der zugleich innigsten, aufwühlendsten und tröstlichsten Totenmessen.
Im Sommer 1791 erhält Mozart den Auftrag, ein Requiem zu schreiben. Sein Auftraggeber möchte unerkannt bleiben, aus gutem Grund. Es handelt sich um einen Grafen aus Niederösterreich, ein leidenschaftlicher Hobbymusiker, der sich gerne mit fremden Federn schmückt. Bei renommierten Komponisten bestellt er anonym Werke, die er dann als die seinen ausgibt. Als die junge Frau des Grafen stirbt, wendet er sich über einen Mittelsmann an Mozart, um eine Totenmesse in Auftrag zu geben. Die Entlohnung ist großzügig, die Hälfte erhält Mozart als Vorschuss, die zweite Hälfte wird ihm bei Vollendung in Aussicht gestellt. Noch im Sommer begann Mozart mit der Arbeit am Requiem, unterbrach sie aber immer wieder, weil andere Projekte, wie die Opern »La clemenza di Tito« und »Die Zauberflöte«, termingerecht vollendet werden mussten. Im Oktober verschlechterte sich Mozarts Gesundheitszustand, ab 20. November wurde er bettlägrig. Als er am 5. Dezember 1791 verstarb, war das Requiem zu etwa zwei Dritteln
...Requiem d-Moll (KV 626)
Wolfgang Amadeus Mozart
Es gibt wohl kaum ein Musikstück, um das sich derart viele Mythen und Legenden gebildet haben wie das Requiem von Wolfgang Amadeus Mozart. Das Requiem ist und bleibt eine der zugleich innigsten, aufwühlendsten und tröstlichsten Totenmessen.
Im Sommer 1791 erhält Mozart den Auftrag, ein Requiem zu schreiben. Sein Auftraggeber möchte unerkannt bleiben, aus gutem Grund. Es handelt sich um einen Grafen aus Niederösterreich, ein leidenschaftlicher Hobbymusiker, der sich gerne mit fremden Federn schmückt. Bei renommierten Komponisten bestellt er anonym Werke, die er dann als die seinen ausgibt. Als die junge Frau des Grafen stirbt, wendet er sich über einen Mittelsmann an Mozart, um eine Totenmesse in Auftrag zu geben. Die Entlohnung ist großzügig, die Hälfte erhält Mozart als Vorschuss, die zweite Hälfte wird ihm bei Vollendung in Aussicht gestellt. Noch im Sommer begann Mozart mit der Arbeit am Requiem, unterbrach sie aber immer wieder, weil andere Projekte, wie die Opern »La clemenza di Tito« und »Die Zauberflöte«, termingerecht vollendet werden mussten. Im Oktober verschlechterte sich Mozarts Gesundheitszustand, ab 20. November wurde er bettlägrig. Als er am 5. Dezember 1791 verstarb, war das Requiem zu etwa zwei Dritteln fertiggestellt. Vollständig lagen nur der Introitus »Requiem aeternam« und das »Kyrie« vor. Von der folgenden Sequenz konnte Mozart lediglich das Gerüst skizzieren, doch schon das »Lacrimosa« bricht nach dem achten Takt ab. Das Offertorium wurde noch von Mozart weitgehend entworfen, aber die Sätze »Sanctus«, »Benedictus« und »Agnus Dei« fehlten komplett. Mozarts Ehefrau Constanze wollte sich die vereinbarte zweite Hälfte des Honorars für das Requiem nicht entgehen lassen und übergab das Fragment an Mozarts Schüler Franz Xaver Süßmayr, der nicht nur die Lücken in Mozarts Partitur füllte, sondern auch die letzten Sätze eigenständig komponierte. Beim abschließenden »Lux aeterna« griff Süßmayr auf den Beginn der Komposition zurück: Der zweite Teil des Introitus und die Kyrie-Fuge runden das Gesamtwerk in sich schlüssig ab. Obwohl wir Mozarts Notentext nur als Fragment kennen, ist die Kernaussage seines Requiems doch deutlich hörbar: Die Musik zeugt von einer Hoffnung, die über das Bedrohliche des Todes siegt.
Die hier vorliegende Fassung ist von Franz Beyer, der einige Verbesserungen in den Vokal- und Instrumentalstimmen der Süßmayr Fassung vornahm.
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St.-Trinitatis-Kirche, Kirchstraße 10, Bad Elster, DEVeranstalter:in
Requiem d-Moll Wolfgang Amadeus Mozart wird organisiert durch:
Ev.-Luth. Kirchgemeinde Bad Elster
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Kategorie: Konzerte / Kirchenmusik