Stephan Krawczyk ist vielen als „Liedermacher aus der DDR“ bekannt. Der Musiker, Autor und poetische Freigeist ist jedoch weit mehr als ein Chronist vergangener Zeiten. Als Künstler der Anwesenheit tritt er in einer zunehmend digitalen Welt für das unmittelbare Erleben und Menschlichkeit ein.
Mit seiner Konzertlesung »Engel aus der Cloud« widmet sich Stephan Krawczyk dem Spannungsfeld zwischen Online und Offline, zwischen Datenrausch und Stille, zwischen künstlicher Intelligenz und menschlicher Imagination.
Seine Texte und Lieder erzählen von Engeln, die man (nicht) downloaden kann, und von Menschen, die auf ihrem »iPhone-Thron« die Schönheit des sinnlichen Lebens verpassen. Das gleichnamige Lied schrieb Stephan Krawczyk übrigens schon 1989, im Jahr der Erfindung des World Wide Web. Erstaunlich hellsichtig besingt er seither das Zusammenspiel von digitaler Vernetzung und Vereinzelung.
Stephan Krawczyks jüngstes Buch Die heilende Schrift ist 2025 im Joanmartin Literaturverlag erschienen. In 77 Imaginationen erscheinen Engel des Alltags als Boten der Zuversicht in einer Zeit der viele Menschen überfordernden Dauererreichbarkeit.
Mit der Konzertlesung unterstützt Stephan Krawczyk die Initiative Für ein Recht auf analoges Leben des Vereins Digitalcourage e.V., der sich für digitale Selbstbestimmung einsetzt.