Die Motive der Teppich-Collage stammen aus der Museumssammlung und sind in der Ausstellung im Original zu sehen. Ergänzt werden sie durch weitere Werke, die das Thema «Paradies» in vielfältigen Varianten aufgreifen: verklärte Natur, Idealisierungen bäuerlichen Lebens, Sehnsuchtsbilder, aber auch Irritationen und Brüche.
In der Zusammenschau bekommt das scheinbar Vertraute Risse; Harmonie kippt ins Absurde, das Idyll wird brüchig. So entsteht kein einheitliches Bild des Paradieses, sondern eine vielstimmige Collage – wie der Teppich selbst.
Der Titel Stranger Than Paradise verweist auf diese Ambivalenz: Das Paradies erscheint als kulturelles Motiv und als Projektionsfläche individueller Bildwelten – als Sehnsuchtsort, Rückzugsraum und Bühne überbordender Fantasie, zugleich aber auch als fragile Fiktion. In der Naiven Kunst und der Art Brut ist das Paradiesische ein wiederkehrendes Motiv, auch als ein Sehnsuchtsort zur inneren Zuflucht.
Stranger Than Paradise hinterfragt die Vorstellung vom Paradies als harmonisches Naturidyll, als ideales Paar oder himmlischen Ort. Sie zeigt: Das Paradies ist eine fragile Fiktion. Zu sehen sind unter anderem Werke von Pietro Angelozzi, Anny Boxler, Aloïse Corbaz, Emil Graf, Hans Krüsi, und Konrad Zülle.
Im Kabinett zeigt die Textilforscherin
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Die Motive der Teppich-Collage stammen aus der Museumssammlung und sind in der Ausstellung im Original zu sehen. Ergänzt werden sie durch weitere Werke, die das Thema «Paradies» in vielfältigen Varianten aufgreifen: verklärte Natur, Idealisierungen bäuerlichen Lebens, Sehnsuchtsbilder, aber auch Irritationen und Brüche.
In der Zusammenschau bekommt das scheinbar Vertraute Risse; Harmonie kippt ins Absurde, das Idyll wird brüchig. So entsteht kein einheitliches Bild des Paradieses, sondern eine vielstimmige Collage – wie der Teppich selbst.
Der Titel Stranger Than Paradise verweist auf diese Ambivalenz: Das Paradies erscheint als kulturelles Motiv und als Projektionsfläche individueller Bildwelten – als Sehnsuchtsort, Rückzugsraum und Bühne überbordender Fantasie, zugleich aber auch als fragile Fiktion. In der Naiven Kunst und der Art Brut ist das Paradiesische ein wiederkehrendes Motiv, auch als ein Sehnsuchtsort zur inneren Zuflucht.
Stranger Than Paradise hinterfragt die Vorstellung vom Paradies als harmonisches Naturidyll, als ideales Paar oder himmlischen Ort. Sie zeigt: Das Paradies ist eine fragile Fiktion. Zu sehen sind unter anderem Werke von Pietro Angelozzi, Anny Boxler, Aloïse Corbaz, Emil Graf, Hans Krüsi, und Konrad Zülle.
Im Kabinett zeigt die Textilforscherin Thessy Schoenholzer Nichols textile Miniaturgärten. Prachtvoll gestaltet, drehen sie sich glitzernd und funkelnd im Licht. Ihre Schatten lassen die Gärten wachsen und füllen den Raum.
Hier kann man sich in der Illusion eines Paradieses verlieren. Der Hortus conclusus ist ein geschützter Ort der Reinheit und Schönheit. Im heutigen Verständnis eines Mindfulness Garden dient er dem Rückzug in kontemplativer Stille.
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