Unsere Erde – Märchen, Mythen und Zukunftsbilder
Seminarreihe 2026
Teil 1 – Unsere Erde: unsere Ernährerin
Nutzpflanzen, Nahrung und Ackerbau im Spiegel der Märchen
24. Januar 2026
Volksmärchen erzählen oft von Hunger, Not und deren Überwindung. Sie stammen aus einer Lebenswelt, in der Nahrung nicht selbstverständlich war, und vermitteln Dankbarkeit, Masshalten und Verbundenheit mit den Kräften der Natur.
Auch wenn wir heute meist in Fülle leben, berühren uns diese Geschichten weiterhin. Was macht ihren Wert für unsere Gegenwart aus? Welche Orientierung können sie uns geben?
Anhand von drei Märchen unterschiedlicher Typen wird untersucht, wie Märchen Wissen über Not, Rettung und den Umgang mit der Erde vermitteln – ohne Moralpredigt, aber fest im Leben verankert.
Referentin & Erzählerin:
Dr. Angelika Benedicta Hirsch, Religionswissenschaftlerin, Berlin, Vorstandsmitglied Europäische Märchengesellschaft EMG – www.grenzgaenge.de
Erzählerin:
Silvia Mensing, Zürich – www.rund-ums-erzaehlen.ch
Teil 2 – Unsere Erde: alles lebt!
Indigene Mythen und der Umgang mit der Mitwelt
7. Februar 2026
In den Weltbildern indigener Völker ist alles beseelt: Menschen, Tiere, Pflanzen, Landschaften und Himmelskörper. Diese animistische Sicht stellt den Menschen nicht über,
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Unsere Erde – Märchen, Mythen und Zukunftsbilder
Seminarreihe 2026
Teil 1 – Unsere Erde: unsere Ernährerin
Nutzpflanzen, Nahrung und Ackerbau im Spiegel der Märchen
24. Januar 2026
Volksmärchen erzählen oft von Hunger, Not und deren Überwindung. Sie stammen aus einer Lebenswelt, in der Nahrung nicht selbstverständlich war, und vermitteln Dankbarkeit, Masshalten und Verbundenheit mit den Kräften der Natur.
Auch wenn wir heute meist in Fülle leben, berühren uns diese Geschichten weiterhin. Was macht ihren Wert für unsere Gegenwart aus? Welche Orientierung können sie uns geben?
Anhand von drei Märchen unterschiedlicher Typen wird untersucht, wie Märchen Wissen über Not, Rettung und den Umgang mit der Erde vermitteln – ohne Moralpredigt, aber fest im Leben verankert.
Referentin & Erzählerin:
Dr. Angelika Benedicta Hirsch, Religionswissenschaftlerin, Berlin, Vorstandsmitglied Europäische Märchengesellschaft EMG – www.grenzgaenge.de
Erzählerin:
Silvia Mensing, Zürich – www.rund-ums-erzaehlen.ch
Teil 2 – Unsere Erde: alles lebt!
Indigene Mythen und der Umgang mit der Mitwelt
7. Februar 2026
In den Weltbildern indigener Völker ist alles beseelt: Menschen, Tiere, Pflanzen, Landschaften und Himmelskörper. Diese animistische Sicht stellt den Menschen nicht über, sondern neben die anderen Wesen.
Mythen und mündliche Überlieferungen bewahren ökologisches, soziales und politisches Wissen, das aus jahrhundertelanger Koexistenz mit der Umwelt entstanden ist.
Anhand von Erzählungen aus dem indigenen Amerika und europäischen Parallelen wird diskutiert, wie diese Traditionen zu einem respektvolleren Umgang mit unserer Mitwelt anregen können – auch im heutigen Erzählen.
Referentin:
lic. phil. I Alice Spinnler, Ethnologin, Wisen
Erzählerin:
Brigitta Troller, Rifferswil – www.kunst-schaffende.ch
Teil 3 – Unsere Erde: ausgebeutet und verschmutzt
Nachhaltigkeit in Märchen und Sagen
7. März 2026
Märchen und Sagen zeigen eindrücklich die Folgen menschlichen Handelns: Respekt vor der Natur wird belohnt, Gier und Masslosigkeit führen zum Verlust des Gleichgewichts.
Geschichten wie Der Fischer und seine Frau, Der süsse Brei oder Hänsel und Gretel thematisieren Überfluss, Verschwendung und deren Konsequenzen. Sagen wie Vrenelis Gärtli oder die Blüemlisalp erzählen von zerstörten Landschaften als Folge menschlicher Hybris.
Inputs und Austauschformen laden zur aktiven Auseinandersetzung mit Natur, Umweltzerstörung und nachhaltigem Handeln ein.
Referentin:
Dr. Meret Fehlmann, Kulturwissenschaftlerin und Erzählforscherin, Zürich
Erzählerin:
Elisabeth Meier, Zürich
Teil 4 – Unsere Erde: unsere Zukunft
Zukunftsbilder von Mensch und Natur in Märchen
21. März 2026
Märchen entwerfen Hoffnungsbilder und Visionen für eine gerechtere Welt. Der Philosoph Ernst Bloch verstand sie als Einladung, „vorwärts zu träumen“. Angesichts der aktuellen Umweltkrisen stellt sich die Frage, welche Zukunftsideen Märchen heute noch – oder neu – vermitteln können.
Anhand von Volks- und modernen Märchen, u. a. von Lew Tolstoi (Wie viel Erde braucht der Mensch?), wird diskutiert, ob neue Märchen notwendig sind, um ökologische Herausforderungen sichtbar zu machen. In Gruppen werden eigene Hoffnungsbilder für das Verhältnis von Mensch und Natur entwickelt.
Referentin:
Prof. Dr. Barbara Brüning, Erzählforscherin und Philosophin, Hamburg – www.bruening-hamburg.de
Erzählerin:
Irène Novak-Lüscher, Baden – www.sinnkultur.art
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