Josef Lautenbacher, seit kurzem im Ruhestand, wähnt sich von seiner Frau kontrolliert und gegängelt. Verzweifelt versucht er, ihr zu entkommen. Im Bahnhofbuffet von Nimmerach, einer Kleinstadt am Jurasüdfuss, findet er einen Rückzugsort. In diesem «Kurort für Geist und Seele» vollzieht sich seine Wandlung vom schrulligen Buchhändler zum Schriftsteller. Als Luise ihren siebzigsten und seinen fünfundsechzigsten Geburtstag mit einer gemeinsamen Feier begehen will, beschliesst er, zu verschwinden.
Der schwierige Übergang vom Berufsleben ins Rentnerleben gehört zu den versteckten Themen dieses Romans, der ein Bild einer Zeit entwirft, in der Originale wie Josef Lautenbacher keinen Platz mehr haben.
Jürg Beeler (*1957) ist in Zürich geboren und in Olten aufgewachsen. Er studierte Germanistik, Literaturkritik und Komparatistik. Der Autor hat schon viele Auszeichnungen erhalten, u. a. den Preis der Schweizerischen Schillerstiftung. Beeler lebt als freier Schriftsteller in Narbonne (F) und Zürich.
Moderation Thomas Knapp, Verleger
Eintritt inkl. Brot & Wein