Was als Totenmesse beginnt, wird schnell zu einem erbitterten Streit: Der Ackermann stellt den Tod selbst am Sarg seiner jungen Frau zur Rede – über Liebe, Verlust und das Recht auf Glück.
Dominik Wilgenbus bringt den „Ackermann und den Tod“ von Johannes von Tepl als intensives Kammerspiel in den Dionysiuschor von St. Emmeram. Guido Drell verkörpert den Ackermann als leidenschaftlich aufbegehrenden Mann, dessen Schmerz fast körperlich greifbar wird. Ihm gegenüber steht Markus Beisl als unterkühlt-logischer Tod: ruhig, unerbittlich und gerade deshalb erschütternd.
Eine Sopranstimme macht die Präsenz der verstorbenen Margaretha spürbar, während die Orgel den Raum zwischen Diesseits und Jenseits öffnet. So entsteht ein Theaterabend, der einen über 600 Jahre alten Text nicht erklärt, sondern unmittelbar erfahrbar macht.
Der Abend beginnt um 18:30 Uhr mit einer Einführung von Dominik Wilgenbus im Pfarrgarten von St. Emmeram. Um 19:30 Uhr wechseln wir gemeinsam in den Dionysiuschor der Basilika.