Wir erleben derzeit eine psychedelische Renaissance – in Gesellschaft, Wissenschaft und Medizin. Im "Psychedelic Salon" sprechen Expert*innen zu verschiedenen Themen rund um Psychedelika und das menschliche Bewusstsein, gefolgt von einem offenen Austausch mit dem Publikum. Was ist Ayahuasca wirklich? Eine biochemische Substanz, ein therapeutisches Werkzeug oder ein "Pflanzenlehrer", eingebettet in komplexe Wissenssysteme? In diesem Vortrag beleuchtet der Anthropologe Jeremy Narby zentrale Spannungsfelder zwischen amazonischen Verständnissen von Ayahuasca und der zeitgenössischen psychedelischen Wissenschaft. Auf Grundlage jahrzehntelanger Zusammenarbeit mit indigenen Gemeinschaften geht er Fragen nach wie der Rolle von Visionen, der Bedeutung des Reinigens (Purging) oder unterschiedlichen Risikovorstellungen. Darüber hinaus untersucht er übergeordnete Herausforderungen: die Grenzen neurowissenschaftlicher Erklärungen, die Rolle von Therapeut*innen sowie die Frage, wie psychedelische Erfahrungen unser Verständnis von Realität verändern. Der Vortrag wird auf englisch gehalten. Jeremy Narby ist Anthropologe und arbeitet seit 1990 mit amazonischen Gemeinschaften über die Schweizer NGO Nouvelle Planète zusammen, wobei er Projekte zu Landrechten, zweisprachiger Bildung und
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Wir erleben derzeit eine psychedelische Renaissance – in Gesellschaft, Wissenschaft und Medizin. Im "Psychedelic Salon" sprechen Expert*innen zu verschiedenen Themen rund um Psychedelika und das menschliche Bewusstsein, gefolgt von einem offenen Austausch mit dem Publikum. Was ist Ayahuasca wirklich? Eine biochemische Substanz, ein therapeutisches Werkzeug oder ein "Pflanzenlehrer", eingebettet in komplexe Wissenssysteme? In diesem Vortrag beleuchtet der Anthropologe Jeremy Narby zentrale Spannungsfelder zwischen amazonischen Verständnissen von Ayahuasca und der zeitgenössischen psychedelischen Wissenschaft. Auf Grundlage jahrzehntelanger Zusammenarbeit mit indigenen Gemeinschaften geht er Fragen nach wie der Rolle von Visionen, der Bedeutung des Reinigens (Purging) oder unterschiedlichen Risikovorstellungen. Darüber hinaus untersucht er übergeordnete Herausforderungen: die Grenzen neurowissenschaftlicher Erklärungen, die Rolle von Therapeut*innen sowie die Frage, wie psychedelische Erfahrungen unser Verständnis von Realität verändern. Der Vortrag wird auf englisch gehalten. Jeremy Narby ist Anthropologe und arbeitet seit 1990 mit amazonischen Gemeinschaften über die Schweizer NGO Nouvelle Planète zusammen, wobei er Projekte zu Landrechten, zweisprachiger Bildung und nachhaltiger Forstwirtschaft unterstützt. Er ist Autor von Die kosmische Schlange: DNA und die Ursprünge des Wissens sowie Intelligence in Nature: An Inquiry into Knowledge. Sein jüngstes Buch, gemeinsam verfasst mit Rafael Chanchari Pizuri, trägt den Titel Plant Teachers: Ayahuasca, Tobacco, and the Pursuit of Knowledge. Bei dieser Veranstaltung werden keine Drogen konsumiert; der Fokus liegt auf einer fundierten Auseinandersetzung mit dem Thema auf Grundlage fachlicher Expertise. Der Psychedelic Salon St. Gallen wird von Florian Elliker und Luisa Trujillo organisiert und wurde in Zürich von Susanne Seiler initiiert.
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