Im Juni 1934 wurde der Dichter und Maler Joachim Ringelnatz (1883-1934) ins Waldhaus Charlottenburg eingeliefert, einer Tbc-Klinik der Stadt Berlin in Sommerfeld bei Kremmen im Havelland. Hier, in der Klinik, führte er ein Tagebuch und arbeitete an einem Roman, dessen Fragment später unter dem Titel „Der letzte Roman“ erschien. Und natürlich hoffte er, wieder gesund zu werden. Leider vergeblich. Immer an seiner Seite: seine Frau Leonarda, die er liebevoll Muschelkalk nannte.
Der Berliner Autor Roland Lampe liest aus seinem Buch „Eines Morgens ist alles fort. Joachim Ringelnatz in Sommerfeld“, von den letzten berührenden Monaten im Leben des Dichters, aber auch von seiner Freundschaft mit Asta Nielsen und mit Hermann Hesse.