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Sunday

Epiphanias - Orgel & Gregorianik im Basler Münster

Epiphanias - Orgel & Gregorianik im Basler Münster Basler Münster, Münsterplatz 9, 4051 Basel Tickets

Credits: Privat/Eric Schmid

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Basler Münster, Basel (CH)

Der grosse Weihnachtszyklus «La Nativité du Seigneur»(Die Geburt des Herren) aus dem Jahre 1935 des französischen Klangmystikers Olivier Messiaen (1908-1992) gehört zu den Gipfelwerken des gesamten Orgelrepertoires nach Bach. Messiaen vereint hier seinen ausgeprägten Sinn für Poesie mit einer eigenständigen Revolution der musikalischen Sprache des frühen 20. Jahrhunderts und äusserst innovativen Orgelregistrierungen. Für den Interpreten ist es spannend, die kontrastreichen Stimmungen wiederzugeben und dabei die staunende Freude dieser neun Meditationen zu vermitteln: sei es die verträumte Nr. I „La Vierge & l'Enfant“, seien es die bukolischen Hirten in Nr. II, oder die sich in die Ewigkeit ausdehnenden „Desseins eternelles“ (Nr. III). „Le Verbe“ (Nr. IV) ist von einer mittelalterlichen gregorianischen Sequenz, von hinduistischen Ragas und ausdrucksstarken Arabesken Bachs inspiriert. „Les Enfants de Dieu“ (Nr. V) und „Les Anges“ (Nr. VI) sind von Jubel und Vogelstimmen erfüllt – Engelschaaren scheinen über unseren Köpfen zu schwirren. Herzzerreissende Akkorde und eine düstere Stimmung kennzeichnen hingegen die theologisch bedeutungsvolle Nr. VII: „Jésus accepte la souffrance“, die mit einem grandiosen Crescendo gleichwohl versöhnlich endet. Der lange Marsch der „Heiligen Drei

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Der grosse Weihnachtszyklus «La Nativité du Seigneur»(Die Geburt des Herren) aus dem Jahre 1935 des französischen Klangmystikers Olivier Messiaen (1908-1992) gehört zu den Gipfelwerken des gesamten Orgelrepertoires nach Bach. Messiaen vereint hier seinen ausgeprägten Sinn für Poesie mit einer eigenständigen Revolution der musikalischen Sprache des frühen 20. Jahrhunderts und äusserst innovativen Orgelregistrierungen. Für den Interpreten ist es spannend, die kontrastreichen Stimmungen wiederzugeben und dabei die staunende Freude dieser neun Meditationen zu vermitteln: sei es die verträumte Nr. I „La Vierge & l'Enfant“, seien es die bukolischen Hirten in Nr. II, oder die sich in die Ewigkeit ausdehnenden „Desseins eternelles“ (Nr. III). „Le Verbe“ (Nr. IV) ist von einer mittelalterlichen gregorianischen Sequenz, von hinduistischen Ragas und ausdrucksstarken Arabesken Bachs inspiriert. „Les Enfants de Dieu“ (Nr. V) und „Les Anges“ (Nr. VI) sind von Jubel und Vogelstimmen erfüllt – Engelschaaren scheinen über unseren Köpfen zu schwirren. Herzzerreissende Akkorde und eine düstere Stimmung kennzeichnen hingegen die theologisch bedeutungsvolle Nr. VII: „Jésus accepte la souffrance“, die mit einem grandiosen Crescendo gleichwohl versöhnlich endet. Der lange Marsch der „Heiligen Drei Könige“ (Nr. VIII) wird mit einem Rhythmus beschworen, der an den Schritt von Kamelen erinnert, die Ankunft an der Krippe versetzt in ekstatische Verzückung. Und mit der berühmt gewordenen Toccata „Dieu parmi nous“ (Nr. IX) zum Abschluss gibt es einen mitreissenden „Rausschmeisser“ voll fetziger Rhythmen.

Der mehrfach preisgekrönte französische Orgelvirtuose, Pianist und Dirigent Jean-Pierre Lecaudey (Avignon) ist ein ausgewiesener Kenner der geistigen Welt des in Avignon geborenen Komponisten und kann als Allround-Musiker im besten Sinne bezeichnet werden. Er begeisterte das Publikum mehrfach zu standing ovations. Als Schüler des legendären Xavier Darasse hat er dessen Vorliebe für ein weitgespanntes Repertoire von der Renaissance bis zur Moderne geerbt. Seit 1983 als Konzertpianist und –organist auf vielen bedeutenden Festivals aufgetreten hat er über 1200 Konzerte in Frankreich, Europa, Russland, Japan und Nordamerika gegeben. Als Solist bei Radio France und mit seinen Einspielungen auf berühmten Orgeln (ca. 30 CDs) wurde er von der Kritik gefeiert. Er ist Titularorganist der grossen Quoirin-Orgel in Saint-Rémy-de-Provence und Professor für Orgel, Analyse und Orgelkomposition am Conservatoire von Avignon.

Zum Ausklang der Weihnachtszeit erklingt Messiaens Meisterwerk im Wechsel mit dazu passenden gregorianischen Gesängen, die Kantor Christoph Cajöri (Baden), einem der führenden Gregorianik-Experten der Schweiz,  aus dem Hochchor singt: In der hervorragenden Akustik des tausendjährigen Klangraum Münster ein besonderes Erlebnis!

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The event starts in
5 Days
23 h
20 min
0 s

Event organiser

Andreas Liebig

Presale

Eintritt frei - Kollekte am Ausgang (empfohlener Richtwert 40 CHF)

Total: XX.XX CHF

Info

Location:

Basler Münster, Münsterplatz 9, Basel, CH