Mit Sietze de Vries, Organist der Martinskirche in Groningen, kommt ein ausgewiesener Orgelimprovisator für ein Konzert in den Kanton Zug.
Die Orgel ist im Bereich der «klassischen» Musik seit langem das einzige Instrument, auf dem noch improvisiert wird. Viele kennen die Orgelimprovisation als liturgisches Orgelspiel im Gottesdienst, doch im solistischen Bereich ist sie eher selten anzutreffen. Die einzigartige Verbindung von Handwerk und Spontaneität verspricht ein spannendes Konzerterlebnis.
Sietze de Vries wird in der Pfarrkirche Unterägeri spontan über Themen improvisieren, welche er erst unmittelbar vor dem Konzert erhalten wird. Wunschthemen mit Titel und in Notenschrift können vor dem Konzert beim Eingang in ein bereitgestelltes Körbchen eingelegt werden. Sie werden vom Improvisator für die vorgegebenen musikalischen Formen ausgewählt.
1. Präludium, Choral und Fuge
2. Partita I
3. Fantasia
4. Partita II
Ein Präludium (vom Lateinischen „prae“ für „vor“ und „ludere“ für „spielen“) ist ein einleitendes Musikstück, das einer Hauptkomposition wie einer Fuge, Suite, Oper oder einem Choral vorangeht. Ein Choral
ist ursprünglich ein einstimmiger, unbegleiteter Gesang der lateinischen Kirche. Eine Fuge ist eine komplexe, polyphone Musikform, bei
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Mit Sietze de Vries, Organist der Martinskirche in Groningen, kommt ein ausgewiesener Orgelimprovisator für ein Konzert in den Kanton Zug.
Die Orgel ist im Bereich der «klassischen» Musik seit langem das einzige Instrument, auf dem noch improvisiert wird. Viele kennen die Orgelimprovisation als liturgisches Orgelspiel im Gottesdienst, doch im solistischen Bereich ist sie eher selten anzutreffen. Die einzigartige Verbindung von Handwerk und Spontaneität verspricht ein spannendes Konzerterlebnis.
Sietze de Vries wird in der Pfarrkirche Unterägeri spontan über Themen improvisieren, welche er erst unmittelbar vor dem Konzert erhalten wird. Wunschthemen mit Titel und in Notenschrift können vor dem Konzert beim Eingang in ein bereitgestelltes Körbchen eingelegt werden. Sie werden vom Improvisator für die vorgegebenen musikalischen Formen ausgewählt.
1. Präludium, Choral und Fuge
2. Partita I
3. Fantasia
4. Partita II
Ein Präludium (vom Lateinischen „prae“ für „vor“ und „ludere“ für „spielen“) ist ein einleitendes Musikstück, das einer Hauptkomposition wie einer Fuge, Suite, Oper oder einem Choral vorangeht. Ein Choral
ist ursprünglich ein einstimmiger, unbegleiteter Gesang der lateinischen Kirche. Eine Fuge ist eine komplexe, polyphone Musikform, bei der ein kurzes, prägnantes musikalisches Thema (Dux) nacheinander von mehreren Stimmen in verschiedenen Tonhöhen aufgenommen, „verfolgt“ und imitativ verarbeitet wird, wobei der Name eine vom lateinischen «fliehen» (fuga) abgeleitete «Verfolgung» beschreibt. Eine Partita ist
in der Musik eine Folge von Instrumental-Tanzsätzen oder eine Variationsreihe. Eine Fantasia ist ein Stück mit freier Form, nicht nach strengen Regeln, sondern den musikalischen Einfall und Ausdruck betonend.
Sietze de Vries ist international als Konzertorganist und Kirchenmusiker tätig. Seine Orgelausbildung erhielt er u.a. durch Wim van Beek, Jos van der Kooy und Jan Jongepier. Neben seinen Bachelor- und Masterabschlüssen besitzt er auch die Befähigungsbescheinigung I für Kirchenmusik und die Auszeichnung in Improvisation. Während und nach seinem Studium an den Konservatorien von Groningen und Den Haag gewann er 15 Preise bei verschiedenen Orgelwettbewerben. Ein abschließender Höhepunkt dieser Periode war der Gewinn des Internationalen Improvisationswettbewerbes Haarlem im Jahre 2002. Er konzertiert in vielen europäischen Ländern, aber auch in den Vereinigten Staaten, Kanada, Russland und Australien. Als Dozent ist er international sehr gefragt und auch dem Prinz Claus Conservatorium zu Groningen verbunden. Als Organist ist Sietze de Vries an der Martinikirche Groningen tätig. Als künstlerischer Leiter des Orgel Educatie Centrum Groningen setzt er sich für den historischen Orgelbestand der Provinz mit der Petruskirche Leens als Ausgangsbasis ein.
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