Auf dem Weg nach Paris tingeln zwei Nachtclubtänzerinnen über das Deck eines Luxusschiffs. Dorothy (Jane Russell) auf der Suche nach der wahren Liebe, Lorelei (Marilyn Monroe) auf der nach einer guten Partie. In glitzernden, farbenprächtigen Musicalszenen stellen sie ihre Verführungskünste unter Beweis. Genüsslich suchen beide ihren Weg durch die sexorientierte Männerwelt. Dass beide am Ende dieser Screwball-Komödie fündig werden, versteht sich von selbst.«Diese klassische Sozialsatire kann ein einfallsreiches Drehbuch, Hawks' übliche menschliche Wärme und eine ganze Reihe von Sing- und Tanznummern vorweisen, darunter die berühmte ‹Diamonds Are a Girl's Best Friend›. Der Zynismus des Plots – geldgierige Cabarettänzerinnen auf Luxuskreuzfahrt – wird mit grosszügigem Sentiment auf wunderbare Weise entkräftet, und die von Monroe und Russell verkörperten Stereotypen werden mit ironischem Unterton eingesetzt, um eine Serie erotischer Strategien durchzuspielen: Unschuld, Versuchung, Aufdringlichkeit, Verführung. Interessant ist auch, dass die männlichen Rollen lediglich den Hintergrund abgeben für die sympathisch-komische Beziehung der beiden weiblichen Hauptfiguren.» (Chris Auty, Time Out Film Guide)«Der Film kommt in einer letzten Bühnensequenz zu seinem optischen Höhepunkt, einem
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Auf dem Weg nach Paris tingeln zwei Nachtclubtänzerinnen über das Deck eines Luxusschiffs. Dorothy (Jane Russell) auf der Suche nach der wahren Liebe, Lorelei (Marilyn Monroe) auf der nach einer guten Partie. In glitzernden, farbenprächtigen Musicalszenen stellen sie ihre Verführungskünste unter Beweis. Genüsslich suchen beide ihren Weg durch die sexorientierte Männerwelt. Dass beide am Ende dieser Screwball-Komödie fündig werden, versteht sich von selbst.«Diese klassische Sozialsatire kann ein einfallsreiches Drehbuch, Hawks' übliche menschliche Wärme und eine ganze Reihe von Sing- und Tanznummern vorweisen, darunter die berühmte ‹Diamonds Are a Girl's Best Friend›. Der Zynismus des Plots – geldgierige Cabarettänzerinnen auf Luxuskreuzfahrt – wird mit grosszügigem Sentiment auf wunderbare Weise entkräftet, und die von Monroe und Russell verkörperten Stereotypen werden mit ironischem Unterton eingesetzt, um eine Serie erotischer Strategien durchzuspielen: Unschuld, Versuchung, Aufdringlichkeit, Verführung. Interessant ist auch, dass die männlichen Rollen lediglich den Hintergrund abgeben für die sympathisch-komische Beziehung der beiden weiblichen Hauptfiguren.» (Chris Auty, Time Out Film Guide)«Der Film kommt in einer letzten Bühnensequenz zu seinem optischen Höhepunkt, einem Finale Furioso, zu dem zur damaligen Zeit nur Technicolor imstande war. Monroe erobert in purem, glänzendem Pink eine knallrote Bühne, deren Farbigkeit sich je nach Lichtsetzung zwischen hellem Rot und tiefem Rotschwarz bewegt. Technicolor, 1953 auf einem technischen und ästhetischen Höhepunkt angelangt, gibt dieser extremen Farbkomposition aufgrund der scharfen Kontraste und der Klarheit der Farbtöne eine besondere Qualität. Unter bildästhetischen Gesichtspunkten betrachtet, demonstrieren die grossen Technicolor-Musicals oftmals solche experimentellen Set- und Kostümdesigns, in denen Farbe zum Selbstzweck und sogar eine chromatische Disharmonie zur Stimulation des Publikums genutzt wird.» (Susanne Marschall, Programmheft Stadtkino Basel, Okt. 2012)
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