Die kolumbianische Künstlerin Delcy Morelos (*1967) verwandelt den Ausstellungsraum der Lokremise in eine raumgreifende Installation aus Erde, Lehm, Naturholz, Stroh und Gewürzen. Auf eindringliche Weise vereint sie Naturverbundenheit, indigene Spiritualität und koloniales Erbe. Die ortsspezifische Arbeit ist sinnlich erfahrbar und eröffnet eine Auseinandersetzung mit dem entfremdeten Verhältnis zwischen Mensch und Erde. In ihrem Werk bringt Morelos zeitgenössische Fragestellungen nach Identität und Erinnerung mit einer kritischen Reflexion der Beziehung zur Erde zusammen.