Annette sagt
Annette will weg, sie will in die Stadt. Doch zu Hause hat niemand Verständnis für sie. Darum kehrt sie dem väterlichen Bauernhof den Rücken, sucht ihren Weg allein, trifft auf Gleichgesinnte, auf Gegenspieler und immer wieder auf François. Der angebliche Vorkämpfer der Heilpädagogik, der sich als Annettes Förderer ausgibt, vertritt letztlich aber nur eigene Interessen. Um sich abzulenken, wie Anette sagt, heiratet sie den sizilianischen Gastarbeiter Concetto und findet in ihm einen stillen, verlässlichen Freund. Schritt für Schritt erreicht sie ihre Ziele, wird Kindergärtnerin, Primarlehrerin, Heilpädagogin, Schulleiterin - bis sie nach einem letzten Kampf gegen die Windmühlen der Schulbehörden wütend kündigt. Der Preis dafür ist hoch, aber wer will schon, redet sich Annette ein, mit bald sechzig noch einmal Anlauf nehmen und abheben? Doch genau das macht sie. Nach Concettos Tod reist Annette nach Amerika und findet ein beinahe filmreifes spätes Glück.
Franco Supino, 1965 in Solothurn geboren, wuchs als Kind italienischer Eltern zweisprachig auf. Er studierte in Zürich und Florenz Germanistik und Romanistik und schloss das Studium mit einer Arbeit über Günter Eich ab. Seit 2007 ist er Dozent an der Pädagogischen Hochschule Nordwestschweiz (FHNW). Er
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Annette sagt
Annette will weg, sie will in die Stadt. Doch zu Hause hat niemand Verständnis für sie. Darum kehrt sie dem väterlichen Bauernhof den Rücken, sucht ihren Weg allein, trifft auf Gleichgesinnte, auf Gegenspieler und immer wieder auf François. Der angebliche Vorkämpfer der Heilpädagogik, der sich als Annettes Förderer ausgibt, vertritt letztlich aber nur eigene Interessen. Um sich abzulenken, wie Anette sagt, heiratet sie den sizilianischen Gastarbeiter Concetto und findet in ihm einen stillen, verlässlichen Freund. Schritt für Schritt erreicht sie ihre Ziele, wird Kindergärtnerin, Primarlehrerin, Heilpädagogin, Schulleiterin - bis sie nach einem letzten Kampf gegen die Windmühlen der Schulbehörden wütend kündigt. Der Preis dafür ist hoch, aber wer will schon, redet sich Annette ein, mit bald sechzig noch einmal Anlauf nehmen und abheben? Doch genau das macht sie. Nach Concettos Tod reist Annette nach Amerika und findet ein beinahe filmreifes spätes Glück.
Franco Supino, 1965 in Solothurn geboren, wuchs als Kind italienischer Eltern zweisprachig auf. Er studierte in Zürich und Florenz Germanistik und Romanistik und schloss das Studium mit einer Arbeit über Günter Eich ab. Seit 2007 ist er Dozent an der Pädagogischen Hochschule Nordwestschweiz (FHNW). Er ist verheiratet, Vater von zwei Kindern und lebt in Solothurn. Supino ist Mitinitiant des Büro Bichsel und Präsident der Mazzini-Stiftung Grenchen. Für sein Schaffen wurde Franco Supino mehrfach ausgezeichnet, u. a. 2023 mit dem Kunstpreis Kanton Solothurn.
Moderation: Britta Spichiger
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