Das Streichtrio gehört zu den kammermusikalischen Besetzungen, in denen drei Instrumente mit vergleichsweise wenigen Mitteln eine erstaunliche Vielfalt an Klang, Bewegung und musikalischer Kommunikation entfalten können. Dieses Programm führt durch vier Werke aus zwei Jahrhunderten.
Ernst von Dohnányis Serenade op. 10 (1902) verbindet fünf Sätze zu einem spätromantischen, spielfreudigen Divertissement. Michael Em Walters Streichtrio Nr. 2 (2026) nutzt als 15-minütiger Satz feine Klangfarben wie Pizzicato und Glissandi für einen dynamischen Prozess. Hans Werner Henzes Trio (1998) überführt historische Formen – Allegrettino, Adagio und Ländler – prägnant in die Moderne. Den Abschluss bildet Franz Schuberts Streichtriosatz B-Dur D 471 (1816), in dem bereits seine charakteristische melodische Weite spürbar wird.
weitere Informationen zum Programm: www.henze100.de