Die Musik kennt die leisen Töne des Alleinseins – und sie verwandelt sie in etwas Schönes. Während die Welt oft laut und flüchtig erscheint, schafft die Kunst einen Raum der echten Begegnung: mit sich selbst, mit den Klängen, mit anderen.Das Konzert zeigt die vielen Farben der Stille, der Erinnerung, des Rückzugs – nicht schwer, sondern vielmehr zart und kraftvoll zugleich. Inspiriert von der barocken Affektenlehre wird jeder Gefühlston musikalisch greifbar: mal tiefgründig, mal tänzelnd, mal fragend, mal antwortend wie ein Echo.Und dann öffnet sich der Blick nach außen. In Couperins La Piémontoise feiert die Musik die Verbundenheit in der Vielfalt – unterschiedliche Stimmen finden zueinander, ergänzen sich und werden zu einem Ganzen, das größer ist als jeder einzelne Ton für sich. Ein Abend, der zu Herzen geht – und der zeigt, wie tröstend und lebendig Musik sein kann.