Oct

25

Sunday

Von Bach bis Buenos Aires

Von Bach bis Buenos Aires Festsäle der Residenz, Residenzplatz 7, 92318 Neumarkt in der Oberpfalz Tickets

Credits: Michaela Schroll

Doors open at:
-
Festsäle der Residenz, Neumarkt in der Oberpfalz (DE)

Das Bayerische Landeszupforchester (BLZO) setzt sich aus engagierten und qualifizierten Laienspielern, Musiklehrern und ehemaligen Landes- und Bundespreisträgern des Wettbewerbs "Jugend musiziert" zusammen. Das Orchester trifft sich drei- bis viermal im Jahr zu mehrtägigen Probenphasen und erarbeitet Originalwerke und Bearbeitungen aller Epochen für Zupforchester. Das diesjährige Konzertprogramm enthält einige Überraschungen.
Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei.

Die erste Konzerthälfte startet mit dem Cembalo-Doppelkonzert BWV 1062 von Johann Sebastian Bach in einer Bearbeitung von Oliver Kälberer für 2 Mandolinen, 2 Gitarren und Zupforchester. Die vier Solisten stammen aus den Reihen des Orchesters: Ariane Lorch, Bianca Brand, Felix Ahlborn, Ole Sörensen. Sie musizieren paarweise als rechte und linke Hand des Cembalisten. Ein kraftvolles und fröhliches Werk zum Start in den Abend.

Es folgt die Villarejo Suite des spanischen Komponisten Pedro Chamorro Martínez. Der Komponist beschreibt in diesem poetischen Werk seine Emotionen zur Heimat seiner Vorfahren mütterlicherseits. Der 1. Satz „Familienbeschwörung“ beschreibt eine Unmenge trauriger Erinnerungen, die der Spanische Bürgerkrieg mit sich brachte. Der 2. Satz erzählt vom Gipfel der „Piedra Moral“ – einem

...

show more

Das Bayerische Landeszupforchester (BLZO) setzt sich aus engagierten und qualifizierten Laienspielern, Musiklehrern und ehemaligen Landes- und Bundespreisträgern des Wettbewerbs "Jugend musiziert" zusammen. Das Orchester trifft sich drei- bis viermal im Jahr zu mehrtägigen Probenphasen und erarbeitet Originalwerke und Bearbeitungen aller Epochen für Zupforchester. Das diesjährige Konzertprogramm enthält einige Überraschungen.
Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei.

Die erste Konzerthälfte startet mit dem Cembalo-Doppelkonzert BWV 1062 von Johann Sebastian Bach in einer Bearbeitung von Oliver Kälberer für 2 Mandolinen, 2 Gitarren und Zupforchester. Die vier Solisten stammen aus den Reihen des Orchesters: Ariane Lorch, Bianca Brand, Felix Ahlborn, Ole Sörensen. Sie musizieren paarweise als rechte und linke Hand des Cembalisten. Ein kraftvolles und fröhliches Werk zum Start in den Abend.

Es folgt die Villarejo Suite des spanischen Komponisten Pedro Chamorro Martínez. Der Komponist beschreibt in diesem poetischen Werk seine Emotionen zur Heimat seiner Vorfahren mütterlicherseits. Der 1. Satz „Familienbeschwörung“ beschreibt eine Unmenge trauriger Erinnerungen, die der Spanische Bürgerkrieg mit sich brachte. Der 2. Satz erzählt vom Gipfel der „Piedra Moral“ – einem beeindruckenden Felsen, der majestätisch mitten im Wald aufragt. Nach dem Aufstieg durch eine einsame Landschaft von verführerischer Schönheit erwartet den Wanderer das Gefühl von Freiheit. Ein Echo tritt überraschend hervor. Der 3. Satz „Garten der Luft“ beschreibt eine wunderschöne Wiese mitten im Kiefernwald, wo eine Quelle entspringt. Einst hielten hier Hirten und Kiefernbauern inne, erholten sich von ihrer harten Arbeit und fanden Ruhe und Abgeschiedenheit. Im letzten Satz „Isacea“ beschreibt der Komponist einen Ort seiner glücklichen Kindheitsspiele, einen idyllischen Ort in einem Tal mit einem Bachlauf, umgeben von Feldern voller Weizen und Gerste.

Die Uraufführung von „Sombras de Buenos Aires“ bildet den besonderen Höhepunkt dieses Konzertabends.
Das Werk entstand aus einer Reise nach Buenos Aires im Jahr 2011. Die kontrastreichen Stadtteile La Boca und San Telmo lieferten die Inspiration für Titel und Hauptsätze.
Inspiriert von der lebendigen Tango-Kultur der nächtlichen Milongas spiegelt die Musik Leidenschaft und Melancholie wider. Kreative Tanzkunst und die improvisatorische Ausdruckskraft des Bandoneons prägen den Charakter des dreisätzigen Werkes.
Zwischen den temperamentvollen Ecksätzen steht ein ruhiges, kontemplatives Interludio.
Das Werk versteht sich zugleich als Hommage an den „Tango Nuevo“-Meister Astor Piazzolla.
Rhythmische Prägnanz, Jazznähe, Dissonanzen und barocke Kontrapunktik prägen die musikalische Sprache.
Die Aufführung mit Akkordeon folgt heutiger Aufführungspraxis, da das Bandoneon hierzulande selten ist.
„Sombras de Buenos Aires“ verbindet Piazzollas Klangwelt mit neuer kammermusikalischer Ausdruckskraft.
Solist am Akkordeon: Marko Ševarlić

In der zweiten Konzerthälfte bilden zwei große Werke einen starken Kontrast. Es erklingt zuerst die Suite „Aus Holbergs Zeit“ von Edvard Grieg. Für die Norweger symbolisiert der 1684 geborene Philosoph, Dichter und Humorist Ludvig Holberg die Epoche des Spätbarock. Edvard Grieg komponierte zum Jubiläum des 200. Geburtstags eine Klaviersuite, die er später für Streichorchester instrumentierte. Er wiederbelebt mit den Mitteln des romantischen Streicherklangs eine spätbarocke Orchestersuite mit ihren französischen Tanzformen. Einem festlichen Präludium folgen eine langsame Sarabande und eine gut gelaunte Gavotte mit einer rustikalen Musette, ein lyrisches Air – einen melancholischen Gesang, den er als „religiöses Andante“ bezeichnet – und als delikater Schlusspunkt erklingt ein Rigaudon, ein schneller Tanz mit einer Pizzicato-Begleitung.

Als letztes Werk erleben Sie die Aufführung einer Auftragskomposition des in München geborenen Komponisten Robert Zollitsch. Robert Zollitsch studierte Komposition in Berlin und erhielt 1993 ein Stipendium, um in Shanghai chinesische traditionelle Musik und chinesische Zither zu studieren. Heute gilt Zollitsch als Experte für chinesische, mongolische und tibetanische Kunstmusik. In seinen Kompositionen verschmelzen Elemente verschiedener Kulturen miteinander. Es scheint sich um traditionelle chinesische Kunstmusik mit westlichem Einfluss zu handeln. Manchmal klingt seine Musik wie Mozart, wie Vivaldi oder wie Popmusik. Das Ergebnis ist ein Stil der einzigartig „Robert Zollitsch“ ist. Unser neues Werk heißt „Wu Lin Qi Xing“ mit den Sätzen: I. Erscheinungen, II. Wildwasser, III. Grasland, IV. Nebelreich und V. Waldtanz.

Das Orchester konnte sowohl bei zahlreichen Konzerten in Deutschland als auch bei Gastspielen in Russland, den USA, Kanada, Japan, Thailand, England, Luxemburg, Italien und den Niederlanden das Publikum begeistern und besticht durch künstlerisch und musikalisch gelungene Darbietungen. Die letzte Konzertreise führte das BLZO nach Schottland. Unterstützt wird der Dirigent von einem vierköpfigen Dozententeam mit Ariane Lorch, Antonia Platzdasch, Malte Weyland und Karoline Laier.

 

show less

Event organiser

Bayerisches Landeszupforchester

Presale

Eintritt frei, Spenden erbeten

Total: XX.XX

Info

Location:

Festsäle der Residenz, Residenzplatz 7, Neumarkt in der Oberpfalz, DE

Event organiser

Von Bach bis Buenos Aires is organised by:

Bayerisches Landeszupforchester