Was ist freies Handeln und Denken – und wie gelingt es? Die siebte Ausgabe des Lausitz Labors stellt an Philosophie, Kunst und Literatur diese ebenso existenzielle wie gesellschaftlich relevante Frage.
Als ein Ort lebendiger Debatten und Gegenwartsgespräche lädt das Lausitz Labor sein Publikum zum kollektiven und spielerischen Austausch sowie gemeinsamen Nachdenken in das Alte Stadthaus Cottbus ein.
Anhand einiger künstlerischer Produktionen des Festivals – etwa Shakespeares »Hamlet«, György Ligetis »Poème Symphonique« oder Bachs »h-Moll-Messe« – möchten wir zentralen Fragen des menschlichen Lebens nachgehen: Was heißt es, frei zu handeln? Wo liegen die Grenzen – und wann ist es gerechtfertigt, diese zu überschreiten? Welche Rolle spielen dabei Liebe, Treue oder auch Rache und Vergebung?
Das zentrale Thema des Labors ist dieses Jahr ‚Vergebung‘. Die Philosophin Hannah Arendt beschreibt sie als eine unerlässliche Bedingung freien Handelns. Gesten und Haltungen der Vergebung ermöglichen das Hintersichlassen von Beschränkungen, Kränkungen und Enttäuschungen – und machen so bereit für einen Neuanfang und die Gewinnung von Autonomie. Gerade in und nach konfliktreichen Zeiten sind Prozesse der gründlichen Neuorientierung wichtig. Wie gestalten wir Zukunft,
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Was ist freies Handeln und Denken – und wie gelingt es? Die siebte Ausgabe des Lausitz Labors stellt an Philosophie, Kunst und Literatur diese ebenso existenzielle wie gesellschaftlich relevante Frage.
Als ein Ort lebendiger Debatten und Gegenwartsgespräche lädt das Lausitz Labor sein Publikum zum kollektiven und spielerischen Austausch sowie gemeinsamen Nachdenken in das Alte Stadthaus Cottbus ein.
Anhand einiger künstlerischer Produktionen des Festivals – etwa Shakespeares »Hamlet«, György Ligetis »Poème Symphonique« oder Bachs »h-Moll-Messe« – möchten wir zentralen Fragen des menschlichen Lebens nachgehen: Was heißt es, frei zu handeln? Wo liegen die Grenzen – und wann ist es gerechtfertigt, diese zu überschreiten? Welche Rolle spielen dabei Liebe, Treue oder auch Rache und Vergebung?
Das zentrale Thema des Labors ist dieses Jahr ‚Vergebung‘. Die Philosophin Hannah Arendt beschreibt sie als eine unerlässliche Bedingung freien Handelns. Gesten und Haltungen der Vergebung ermöglichen das Hintersichlassen von Beschränkungen, Kränkungen und Enttäuschungen – und machen so bereit für einen Neuanfang und die Gewinnung von Autonomie. Gerade in und nach konfliktreichen Zeiten sind Prozesse der gründlichen Neuorientierung wichtig. Wie gestalten wir Zukunft, ohne in der Vergangenheit verhaftet zu bleiben? Nicht durch Vergessen, nicht durch Verharren, sondern durch gemeinsames Handeln und den Mut zu neuen Anfängen.
Das Lausitz Labor lädt dazu ein, die politischen und ästhetischen Bedingungen von Freiheit, Imagination und Verantwortung in ihrem Zusammenhang auszuloten. Profis und Laien treffen im Lausitz Labor zusammen und üben gemeinsam kreativ zu denken. Wie lässt sich z.B. künstlerischen Verfahren ablauschen, was auch demokratierelevant ist? Und wie lässt sich politisch kritischen Lagen ästhetisch begegnen? Im Lausitz Labor und auf dem Festival insgesamt gilt es geschöpferisch zu agieren. Dies ist das diesjährige Inspirationswort des Lausitz Festivals – Neues schaffen und kreativ handeln!
Kommen Sie vorbei und reflektieren Sie mit uns manche Festivalerlebnisse und das Inspirationswort geschöpferisch. Teilen Sie Gedanken und Perspektiven und lassen Sie sich von den Denkanstößen unserer Gäste aus den Bereichen Philosophie, Soziologie, Literatur sowie Kunst- und Kulturwissenschaften inspirieren!
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