Die kleine Ela weiss, was Familie bedeutet: Teil von etwas Wunderbarem zu sein. Dass es in ihrer Familie nicht ganz so wunderbar zu und her geht, kann die Sechsjährige noch nicht richtig verstehen. Ständig nörgelt der Vater an ihrer Mutter herum und setzt die lebenslustige und kluge Frau wegen ihres Körpergewichts herab. Sein eigenes Unvermögen, die fehlende Beförderung und mangelnde soziale Anerkennung lastet er seiner Frau an, die er mit Sätzen wie "Ich bekomme niemals eine gehobene Stelle ohne eine vorzeigbare Frau", Diäten und Gewichtskontrollen drangsaliert, während sie sich um die Kinder, die kranke Mutter und den Haushalt kümmert, Französisch lernt und eine Stelle sucht … Die trotz des ernsten Themas leichtfüssige, liebevolle und farbtrunkene Verfilmung, die die enge Welt der westdeutschen Provinz der 1980er-Jahre beklemmend vorführt, basiert auf dem autofiktionalen Erfolgsroman von Daniela Dröscher, die damit auch auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis stand. Aron Lehmann, der sich mit der Adaption von Mariana Lekys Roman "Was man von hier aus sehen kann" einen Namen gemacht hat, hat für seinen ans Herz gehenden Film ein stimmiges Ensemble zusammengestellt, allen voran die umwerfende Rosalie Thomass als Mutter Cornelia, die sich nicht unterkriegen lässt.

 

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Kinok – Cinema in der Lokremise

Total: XX.XX CHF

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Location:

Kinok – Cinema in der Lokremise, Grünbergstrasse 7, St. Gallen, CH

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