Maloin arbeitet als Rangiermeister in einem französischen Hafenbahnhof. Mit Frau und Tochter lebt er eine einsame Existenz ohne Perspektiven. Eines Nachts wird er Zeuge eines Mordes und gelangt in den Besitz einer Aktentasche voller britischer Pfundnoten. Doch die mit dem neuen Reichtum verbundene Hoffnung auf ein besseres Leben zerstreut sich schnell. Maloin sieht sich mit existenziellen Fragen nach Moral, Schuld und Mittäterschaft konfrontiert – und bald ist ihm auch ein Polizeiinspektor wegen des verschwundenen Geldes auf der Spur. In "The Man from London" verwandelt Béla Tarr die Geschichte, die auf einem Roman von Georges Simenon beruht, in eine ebenso faszinierende wie detaillierte Studie über Aussenseitertum und Isolation. Formal erzeugt der Schwarz-Weiss-Film magische Momente durch Stilelemente des Film noir, hypnotische Kamerabewegungen und die Musik von Mihály Víg. Rudolf Worschech konstatiert in epd Film, dass es trotz eigener Handschrift nur wenigen Regisseur:innen gelingt, ein eigenes Universum zu kreieren: "Andrei Tarkowski mit seinen immer wiederkehrenden visuellen Motiven gelang das, David Lynch – und natürlich Béla Tarr. Schon die viertelstündige Eröffnungssequenz ist atemberaubend. (…) Der visuellen Faszination und dem ganz eigenen Kosmos von "The Man from London" kann man sich deshalb nur schwer entziehen."

 

Total: XX.XX CHF

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Location:

Kinok – Cinema in der Lokremise, Grünbergstrasse 7, St. Gallen, CH

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