Nach 2018 reist das Orchester Santa Maria Luzern erneut nach Rom, um dort gemeinsam mit dem freundschaftlich verbundenen John Cabot Chamber Orchestra zu musizieren.
Unter der Leitung von Droujelub Yanakiew entsteht ein Programm, das drei sehr unterschiedliche Klangwelten miteinander verbindet. „Divertimento romano“ – Divertimento, italienisch für Vergnügen oder Unterhaltung, steht dabei für die Freude am gemeinsamen Musizieren; romano verweist auf den Ort dieser besonderen Begegnung.
Giovanni Bottesinis Andante sostenuto eröffnet den Abend mit italienischer Eleganz und weit gespannten, gesanglichen Linien. Bottesini, selbst ein legendärer Kontrabassist, zeigt sich hier als feinsinniger Melodiker: Die Musik lebt von Wärme, Transparenz und einer beinahe vokalen Qualität des Streichersatzes.
Mit Caspar Diethelms Nun rundet sich der Weg zum Kreis, op. 338 begegnen wir einer eigenständigen Schweizer Stimme. Der in Luzern geborene, eng mit Sarnen und Obwalden verbundene Komponist schuf mit seinen zwölf „Segmenten“ eine vielgestaltige Musik, in der sich Klangflächen, Bewegungsimpulse und konzentrierte musikalische Gedanken immer wieder neu formieren.
Den Abschluss bildet Béla Bartóks Divertimento, Sz. 113 – ein Werk zwischen Lebensfreude und Abgrund. 1939, unmittelbar vor dem Ausbruch
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Nach 2018 reist das Orchester Santa Maria Luzern erneut nach Rom, um dort gemeinsam mit dem freundschaftlich verbundenen John Cabot Chamber Orchestra zu musizieren.
Unter der Leitung von Droujelub Yanakiew entsteht ein Programm, das drei sehr unterschiedliche Klangwelten miteinander verbindet. „Divertimento romano“ – Divertimento, italienisch für Vergnügen oder Unterhaltung, steht dabei für die Freude am gemeinsamen Musizieren; romano verweist auf den Ort dieser besonderen Begegnung.
Giovanni Bottesinis Andante sostenuto eröffnet den Abend mit italienischer Eleganz und weit gespannten, gesanglichen Linien. Bottesini, selbst ein legendärer Kontrabassist, zeigt sich hier als feinsinniger Melodiker: Die Musik lebt von Wärme, Transparenz und einer beinahe vokalen Qualität des Streichersatzes.
Mit Caspar Diethelms Nun rundet sich der Weg zum Kreis, op. 338 begegnen wir einer eigenständigen Schweizer Stimme. Der in Luzern geborene, eng mit Sarnen und Obwalden verbundene Komponist schuf mit seinen zwölf „Segmenten“ eine vielgestaltige Musik, in der sich Klangflächen, Bewegungsimpulse und konzentrierte musikalische Gedanken immer wieder neu formieren.
Den Abschluss bildet Béla Bartóks Divertimento, Sz. 113 – ein Werk zwischen Lebensfreude und Abgrund. 1939, unmittelbar vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs als Gast von Paul Sacher in der Schweiz komponiert, verbindet es tänzerische Energie, folkloristische Rhythmen und kammermusikalische Virtuosität mit einem zutiefst ernsten, beinahe erschütternden Mittelsatz. Gerade dieser Kontrast verleiht dem Werk seine besondere Spannung.
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