Zwei Positionen, die elektronische Musik radikal weiterdenken: Der italienische Künstler und Theoretiker Lorenzo Senni trifft auf die schweizerisch-französische Komponistin und Klangkünstlerin Noémi Büchi.
Eine der prägenden Exponenten experimenteller elektronischer Musik, der italienische Musiker-Theoretiker Lorenzo Senni, bringt mit Canone Infinito Xtended eine hypnotische Live-Komposition zwischen Minimalismus und maximaler Intensität.
Die schweizerisch-französische Komponistin Noémi Büchi feiert die Plattentaufe von Exuvie mit einer immersiven Performance über Erinnerung, Transformation und Körperlichkeit.
Eine Kooperation von VIDEOEX, OUS und Noise Reduction.
Lorenzo Senni: Canone Infinito Xtended
Lorenzo Senni gilt international als eine der prägenden Stimmen experimenteller elektronischer Musik der letzten Jahre. Bekannt wurde er durch seine Analyse und Dekonstruktion von Trance-Ästhetiken – insbesondere durch das Herauslösen von Spannungsbögen, Drops und emotionalen Höhepunkten, die er in fragmentierter, oft bewusst unaufgelöster Form neu komponiert. Seine Arbeiten erscheinen auf einflussreichen Labels wie Warp Records und werden weltweit an Festivals und in Kunstkontexten präsentiert. Senni versteht sich dabei nicht nur als Musiker, sondern als
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Zwei Positionen, die elektronische Musik radikal weiterdenken: Der italienische Künstler und Theoretiker Lorenzo Senni trifft auf die schweizerisch-französische Komponistin und Klangkünstlerin Noémi Büchi.
Eine der prägenden Exponenten experimenteller elektronischer Musik, der italienische Musiker-Theoretiker Lorenzo Senni, bringt mit Canone Infinito Xtended eine hypnotische Live-Komposition zwischen Minimalismus und maximaler Intensität.
Die schweizerisch-französische Komponistin Noémi Büchi feiert die Plattentaufe von Exuvie mit einer immersiven Performance über Erinnerung, Transformation und Körperlichkeit.
Eine Kooperation von VIDEOEX, OUS und Noise Reduction.
Lorenzo Senni: Canone Infinito Xtended
Lorenzo Senni gilt international als eine der prägenden Stimmen experimenteller elektronischer Musik der letzten Jahre. Bekannt wurde er durch seine Analyse und Dekonstruktion von Trance-Ästhetiken – insbesondere durch das Herauslösen von Spannungsbögen, Drops und emotionalen Höhepunkten, die er in fragmentierter, oft bewusst unaufgelöster Form neu komponiert. Seine Arbeiten erscheinen auf einflussreichen Labels wie Warp Records und werden weltweit an Festivals und in Kunstkontexten präsentiert. Senni versteht sich dabei nicht nur als Musiker, sondern als Forscher, der elektronische Musik als kulturelles und strukturelles Phänomen untersucht.
Mit Canone Infinito Xtended präsentiert Senni eine rund 40-minütige Live-Arbeit, die auf Variationen eines einzigen musikalischen Themas basiert. Das Stück bewegt sich in einem Spannungsfeld zwischen Minimalismus und maximalistischer Intensität – treffend beschrieben als „Minimalism on Steroids“. Nach der erfolgreichen Uraufführung vor ausverkauftem Haus im Auditorium San Fedele in Mailand markiert dieses Werk eine Rückkehr zu Senni’s konzeptuell fokussierter Live-Praxis und bildet den Auftakt zu weiteren internationalen Aufführungen.
Noémi Büchi: Exuvie (Plattentaufe)
Dem gegenüber steht Exuvie, die neue audiovisuelle Live-Performance von Noémi Büchi, die zugleich die Plattentaufe ihres gleichnamigen Albums darstellt. Büchi arbeitet an der Schnittstelle von elektroakustischer Komposition, spektraler Musik und experimenteller Elektronik.
Exuvie – abgeleitet vom lateinischen „exuviae“ (das Abgestreifte) – ist eine poetische Reflexion über Transformation, Erinnerung und Körperlichkeit. Klang, Bewegung und Bild verschmelzen zu einem immersiven Gesamterlebnis: Die Tänzerin Rebeka Mondovics fungiert als „lebendiges Archiv“, in dem sich Erinnerung und Wahrnehmung körperlich manifestieren, während die visuelle Welt der Künstlerin Brigitte Faessler zwischen analoger und digitaler Bildsprache oszilliert.
Musikalisch entfaltet sich Büchis Werk wie ein Klanggemälde: elektroakustische Schichtungen, orchestrale Gesten und repetitive Strukturen treffen auf Einflüsse aus Game-Soundtracks, Anime, Hip-Hop und spätromantischer Musik.
Gemeinsam eröffnen Senni und Büchi einen Raum zwischen Analyse und Intuition, zwischen struktureller Strenge und emotionaler Verdichtung – ein Abend, der elektronische Musik als körperlich erfahrbare, visuelle und konzeptuelle Kunstform erfahrbar macht.
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