Feine Reibung, weiter Raum und ein gemeinsamer Atem am Rand der Konvention
JAZZ | Die Musik des Trios lebt von feinen Reaktionen, von offenen Räumen, von melodischen Keimen und rhythmischen Verschiebungen. Auf «Samares», der jüngsten ECM-Veröffentlichung, verdichtet sich dieser Ansatz zu einem kammermusikalischen Jazz, der leise beginnen kann und dennoch Druck entwickelt. Klavier, Kontrabass und Schlagzeug agieren nicht in festen Rollen, sondern als bewegliches Geflecht aus Klang, Puls und Stille.
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Besetzung
Colin Vallon — Klavier
Patrice Moret — Kontrabass
Julian Sartorius — Schlagzeug
«Das ist hochgradig originelle Musik; faszinierend und mit wiederholtem Hören immer interessanter.» (DownBeat)
«»Samares» formt und verwandelt sich mit erstaunlicher Flüssigkeit und Musikalität.» (All About Jazz)
«Die Stärke und zurückhaltende Kraft dieses Trios ist offensichtlich.» (The Guardian)
Das Colin Vallon Trio gehört zu jenen europäischen Klavierformationen, die leise beginnen können, ohne klein zu werden. Die Musik setzt selten auf den schnellen Effekt. Sie arbeitet
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Feine Reibung, weiter Raum und ein gemeinsamer Atem am Rand der Konvention
JAZZ | Die Musik des Trios lebt von feinen Reaktionen, von offenen Räumen, von melodischen Keimen und rhythmischen Verschiebungen. Auf «Samares», der jüngsten ECM-Veröffentlichung, verdichtet sich dieser Ansatz zu einem kammermusikalischen Jazz, der leise beginnen kann und dennoch Druck entwickelt. Klavier, Kontrabass und Schlagzeug agieren nicht in festen Rollen, sondern als bewegliches Geflecht aus Klang, Puls und Stille.
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Besetzung
Colin Vallon — Klavier
Patrice Moret — Kontrabass
Julian Sartorius — Schlagzeug
«Das ist hochgradig originelle Musik; faszinierend und mit wiederholtem Hören immer interessanter.» (DownBeat)
«»Samares» formt und verwandelt sich mit erstaunlicher Flüssigkeit und Musikalität.» (All About Jazz)
«Die Stärke und zurückhaltende Kraft dieses Trios ist offensichtlich.» (The Guardian)
Das Colin Vallon Trio gehört zu jenen europäischen Klavierformationen, die leise beginnen können, ohne klein zu werden. Die Musik setzt selten auf den schnellen Effekt. Sie arbeitet mit Geduld, mit kleinen Verschiebungen, mit Anschlägen, die lange nachhallen, und mit einer Rhythmik, die sich nicht aufdrängt, aber den Raum verändert. Moods beschreibt den Klang als modernen Jazz mit sphärischen bis sperrigen Klanglandschaften; genau diese Spannung prägt die Konzerte.
Colin Vallon hat das Trioformat seit 1999 immer wieder neu befragt. In der heutigen Besetzung mit Patrice Moret und Julian Sartorius ist daraus eine sehr eigene Gruppensprache geworden. Das Klavier führt nicht einfach, der Bass trägt nicht bloss, das Schlagzeug markiert keine bequeme Spur. Die drei Instrumente reagieren aufeinander, legen Schichten frei, reiben sich an repetitiven Figuren und lassen Pausen stehen. Vieles wirkt kammermusikalisch, doch der Puls bleibt wach.
«Samares», die jüngste ECM-Arbeit des Trios, macht diese Entwicklung hörbar. Die Stücke nehmen Motive aus Natur, Bewegung und Erinnerung auf; die Musik bleibt offen genug, um live weiterzuatmen. ECM spricht von einem eng verschweissten Jazztrio, das sich auf genaues Zuhören und Reagieren konzentriert. Moods nennt geräuschhafte Elemente, bizarre Klangkombinationen und irritierende Rhythmen, ohne dass der Sound seine Zugänglichkeit verliere.
Vallon wurde 2016 mit dem Schweizer Musikpreis ausgezeichnet und 2017 mit dem «Prix de la Relève du Canton de Vaud». Diese Anerkennung passt zu einer Laufbahn, die nie auf Virtuosität als Schauwert reduziert war. Wichtiger ist die Art, wie er den Ton vorbereitet, wie Melodien entstehen, stocken, sich neu ausrichten. Mit Morets warmem, beweglichem Bass und Sartorius’ präziser, oft fein texturierter Perkussion entsteht eine Musik, die Konzentration verlangt und dafür eine seltene Tiefe öffnet.
www.colinvallon.com
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